Sachsen Verbraucherschützer zeigen Vor -und Nachteile des Glücksbringers Schokolade
Nikoläuse, Pralinen, Weihnachtsschokolade - in der Advents- und Weihnachtszeit wird erfahrungsgemäß besonders gern Schokolade genascht. Pro Jahr isst jeder Deutsche etwa 8,5 Kilo der „zarten Versuchung“. Kein Problem sagen die einen, denn die süßen Köstlichkeiten stehen im Ruf, vor allem in der dunklen Jahreszeit glücklich zu machen. Vorsicht sagen die anderen, Schokolade kann dick und süchtig machen. Was dran ist an diesen Behauptungen, erklärt die Ernährungsberatung der Verbraucherzentrale Sachsen.
Schokolade enthält in geringen Mengen den Eiweißbaustein Tryptophan, aus dem im Gehirn das „Glückshormon“ Serotonin gebildet wird. Wie viel Serotonin produziert wird, hängt von der Dauer und der Intensität des Sonnenlichts ab. Ein niedriger Serotoninspiegel im Gehirn trübt unsere Stimmung. Der Griff zur Schokolade lässt die Laune steigen – zumindest kurzfristig. Durch den hohen Zuckergehalt der Schokolade wird die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn begünstigt und so die Umwandlung von Tryptophan in Serotonin stimuliert.
Die Kehrseite der Medaille: Schokolade ist mit etwa 550 Kilokalorien pro 100 Gramm eine Kalorienbombe. Wird sie im Übermaß genossen, schlägt sie sich schnell als Polster auf den Hüften nieder. Weniger problematisch ist das Suchtpotenzial von Schokolade. Zwar enthält sie auch Stoffe wie Anandamid mit Sucht erregendem Potenzial, die Mengen sind allerdings so gering, dass man 20 bis 30 Kilogramm auf einmal essen müsste, um eine berauschende Wirkung zu spüren.
Übrigens: Schokolade gibt es in vielen Geschmacksrichtungen auch aus dem Fairen Handel. Hier bekommen die Erzeuger faire, kostendeckende Preise, Kinderarbeit ist verboten und umweltverträgliche Anbausysteme werden gefördert.
Fazit: Schokolade darf genascht werden, aber in Maßen und möglichst fair gehandelt.
Wer mehr wissen will: Die Ernährungsberaterinnen der Verbraucherzentrale sind unter der Rufnummer 0180/5791352 (0,12 € pro Minute) montags, mittwochs und donnerstags jeweils 10 bis 16 Uhr zu erreichen.
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