Schätzungsweise fallen pro Jahr in Deutschland 2,5 Millionen Computer mit Zubehör wie Drucker und Monitor, Tastatur und Maus als Altgeräte an, Tendenz: steigend.
Jedoch finden Verbraucher gegenwärtig kaum akzeptable Möglichkeiten, um ihre ausgedienten Rechner samt Zubehör zwecks Verwertung oder Recycling los zu werden. Das bemängelt die Verbraucherzentrale Sachsen, die 56 Fachhändler und Hersteller befragte, ob sie schrottreife Computer und periphere Geräte zurück nehmen. Nur zwölf von ihnen gaben an, dass man Altgeräte zwecks Recycling oder Verwertung zurück bringen kann. Sechs weitere antworteten, dass sie sich ab 2005 an dem zentralen Rücknahmesystem beteiligen werden, welches die EU-Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte vorschreibt.
Verbraucher, die ihre alten Geräte schon heute umweltgerecht und kostenlos oder zumindest kostengünstig entsorgen lassen wollen, haben es also nicht leicht. Zu ihrer Unterstützung haben Sachsens Verbraucherschützer auf der Grundlage der Umfrageergebnisse einen aktuellen Entsorgungswegweiser erarbeitet. Darin sind Hersteller und Handelsketten genannt, die bereits jetzt den alten PC sowie auch Verbrauchsmaterialien wie Druck- und Farbpatronen, Druckköpfe und Tonerkartuschen zur Verwertung annehmen. Zusätzlich sind darin auch Hinweise zur Entsorgung in der Region bzw. Kommune enthalten. Der Entsorgungswegweiser ist gemeinsam mit dem Faltblatt "Computerschrott - Hightech für die Mülltonne?" in allen Beratungsstellen erhältlich.
Erst ab August 2005 wird es einfacher und obendrein kostenlos für die Verbraucher, wenn sie ihre ausgedienten Altgeräte umweltgerecht entsorgen wollen. Bis dahin muss ein flächendeckendes Rücknahmesystem aufgebaut sein. Dann endlich sind die Unternehmen per Verordnung dazu verpflichtet, ihrer Produktverantwortung nachzukommen.
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