Im letzten Winter hatte man wirklich sparsam geheizt und musste bei der Jahresabrechnung doch erheblich nachzahlen. "Zwar können die gestiegenen Kosten aus höheren Preisen für Öl, Gas oder Fernwärme resultieren", sagt Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen, "aber auch aus falschem Verhalten beim Heizen und Lüften."
Wer mehr als einen Tag verreist ist, sollte die Heizung um einige Grad herunter drehen. Schon eine um ein Grad geringere Raumtemperatur spart 6 Prozent Energie. "Ein völliges Auskühlen der Wohnung sollte aber verhindert werden, weil dann der Aufwand für das Erwärmen der Räume um so größer ist", rät der Experte. Bei selten genutzten Räumen reicht eine Temperatur zwischen 12 und 16 Grad. Jedoch sind hier die Türen zu den wärmeren Räumen geschlossen zu halten, da sonst die eindringende wärmere Luft Wasser kondensiert und Schimmel entstehen kann.
Dauerlüften mit ständig angekipptem Fenster ist Verschwendung. Statt dessen ist es besser, Fenster und Türen weit zu öffnen und kurz, aber intensiv zu lüften. Nach fünf bis zehn Minuten ist die verbrauchte, feuchte Raumluft durch trockene Frischluft ersetzt. Der Vorteil dieser Stoßlüftung ist, dass mit der verbrauchten Luft nur die darin enthaltene Wärme entweicht, während die in den Wänden und Einrichtungsgegenständen gespeicherten, viel größeren Wärmemengen im Raum bleiben. Um zu sparen, sollten während des Lüftens auch die Thermostatventile zugedreht werden. Danach ist eine mittlere Stellung, je nach Bedienanleitung, am effektivsten.
Über eine Nachtabsenkung der Raumtemperatur wird unter Fachleuten immer wieder diskutiert. "Bei gut gedämmten Räumen ist sie kaum nötig", meint Roland Pause. "Bei weniger gut gedämmten und längere Zeit nicht genutzten Räumen, kann sie allerdings Energie sparen helfen."
Wer mehr zum Energiesparen beim Heizen und Lüften wissen möchte, kann die kostenlose Energieberatung der VZS aufsuchen. Eine Übersicht der Beratungsstützpunkte befindet sich im Anhang. Unter www.vzs.de oder am Auskunftstelefon der Verbraucherzentrale Sachsen unter 01805 79 77 77 (0,12 €/Min) ist zu erfahren, wo man beraten werden kann.
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