Sicher hat ihn jeder schon einmal auf Produktverpackungen bemerkt, den so genannten Zebrastreifen, auch Strichcode oder EAN-Code genannt. EAN steht für Europäische Artikel-Nummer. Diese Nummer dient zu aller erst dem Handel bei der Erfassung der Warenströme. Verbraucher meinen oft, man könne an den ersten beiden Zahlenstellen erkennen, ob der Produktionsort des Produktes Deutschland oder ein anderes Land ist. „Das stimmt nicht unbedingt“, sagt Anne-Katrin Wiesemann, Lebensmittelrechtsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. “Die ersten Zahlenstellen dienen zwar der Länderkennzeichnung, jedoch bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass das Produkt in diesem Land hergestellt oder produziert wurde“. Diese Zahlen stehen für Herkunft, Hersteller, Händler oder Lieferant eines Produktes. Beispielsweise kann ein Ziegenkäse aus Österreich eine deutsche Länderkennung besitzen, wenn ein deutscher Unternehmer diesen Käse kauft und unter seiner Marke vetreibt. Der Strichcode wird u. a. auch für die Identifizierung der Produkte an Scannerkassen eingesetzt. Über diese Nummer ob als Strich oder Zahl wird jeder Artikel weltweit identifiziert. Er kann auch mit dem Verkaufspreis kombiniert werden, mit dem er dann an Scannerkassen automatisch abgelesen wird. Der Vorteil für den Verbraucher: Fehler beim Eintippen der Preise sind ausgeschlossen und auf dem Kassenzettel sind die einzelnen Artikel mit ihrer Bezeichnung aufgelistet. Der Code wird von einer autorisierten Stelle auf Antrag vergeben. Die Länderkennzeichen für Deutschland sind die Nummern 40 - 44.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
