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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

28.11.2003
Wieder Spendenmarathon zur Weihnachtszeit
Sachsens Verbraucherschützer geben Tipps

Ende November beginnt wieder die mildtätige Zeit. Nicht nur im Fernsehen, im Rundfunk und in den Zeitungen wird zu Spenden aufgerufen, auch auf den Straßen und an der Haustür wird man um eine milde Gabe gebeten. Dabei fällt es manchem schwer, Abzocker von ernst gemeinter Hilfsbereitschaft zu unterscheiden. Mitunter drücken undurchsichtige Spendenorganisationen nur in ihrem eigenen Interesse auf die Tränendrüsen.
Deshalb ist es wichtig, auf folgende Tipps der sächsischen Verbraucherschützer zu achten:
Es ist gut, sich möglichst vorher zu informieren, wer das Geld tatsächlich erhalten soll. So kann man sich schriftlich an das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI), Bernadottestraße 94, 14195 Berlin wenden und erhält innerhalb von etwa 2 Tagen dazu Auskunft.
Organisationen, bei denen nichts zu beanstanden ist, beispielsweise zur Unabhängigkeit, Überprüfbarkeit und Transparenz, erhalten ein Spendensiegel. Gegenwärtig werden aber nur Organisationen im humanitär-karitativen Bereich geprüft, nicht also Umwelt-, Natur- oder Tierschützer. Diese Beschränkung auf das Soziale entfällt allerdings ab 2004. Ab diesem Zeitpunkt können auch alle übrigen gemeinnützigen Organisationen das DZI-Spenden-Siegel beantragen, die überregional um Spenden werben. Insgesamt 117 soziale Spendenorganisationen tragen inzwischen das DZI-Spenden-Siegel. Die aktuelle Liste mit den Organisationen, die vom DZI ein Spendensiegel erhalten haben, kann in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen eingesehen werden. Sie ist auch unter www.dzi.de im Internet abrufbar.
Bei Bargeldsammlungen an der Haustür oder auf der Straße ist es angebracht, sich den Sammlerausweis oder die amtliche Erlaubnis zeigen zu lassen. Nach dem Sächsischen Sammlungsgesetz unterliegt das Sammeln von Geldspenden und geldwerten Leistungen der Erlaubnispflicht. So auch der Verkauf von Waren, der wie eine Haus- oder Straßensammlung durchgeführt wird. Man sollte auch darauf achten, dass Sammeldosen verplombt sind. Besonders gefühlsbetonte Werbung gilt als Kennzeichen unseriöser Organisationen.
Vorsicht ist immer geboten, wenn mit der Spende gleich ein Vertrag über eine Fördermitgliedschaft unterschrieben werden soll. In der Regel gibt es da kein Rücktrittsrecht. Oftmals sind auch Mitgliedsbeiträge und Aufnahmepreise ziemlich hoch und die Mitgliedschaften bieten kaum etwas. Deshalb nicht unter Druck setzen lassen und nichts an der Haustür unterschreiben.
Oftmals werden Waren an der Haustür angeboten, die angeblich von Schwerbehinderten angefertigt worden seien. Hier sollte man wissen, dass die in der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für Behinderte zusammengeschlossenen Betriebe nichts an der Haustür oder am Telefon verkaufen.

Wer mehr zu Spenden wissen will, kann sich an eine der 13 Beratungsstellen der Verbraucherzentrale wenden oder montags, mittwochs und donnerstags zwischen 10 und 16 Uhr das VZS-Verbrauchertelefon unter der Nummer 0900-1-797777 (1,24 €/Min. aus dem deutschen Festnetz) anrufen.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link20552A.html