Telefonieren im Ausland klappt dank des so genannten "International Roaming". Die Roaming-Technik, zu Deutsch etwa "herumwandern" sorgt dafür, dass Handys auch über Landesgrenzen hinweg funktionieren. Sobald sich das Handy zum ersten Mal bei einem Netzbetreiber im Ausland eingebucht hat, weiß der deutsche Vermittlungscomputer über den "Auslandsaufenthalt" des Handys Bescheid.
Wenn im Handy die Funktion "Automatische Netzwahl" aktiviert ist, bucht sich das Handy automatisch in das jeweils sendestärkste Netz ein. Dies muss aber nicht unbedingt das preisgünstigste sein. Denn in der Regel stehen im Urlaubsland dem Verbraucher mehrere ausländische Mobilfunk-Netze zur Verfügung, mit denen der deutsche Mobilfunkanbieter so genannte "Roaming-Abkommen" geschlossen hat. Die Tarife dieser ausländischen Netzbetreiber können hierbei sehr unterschiedlich sein. Entscheidend ist zudem, ob man sich im EU-Ausland oder in einem Land der übrigen Welt befindet.
Für alle, die in einem europäischen Nachbarland auf Achse sind, hat die Europäische Union verbindlich festgelegt, dass der Preis pro Minute für abgehende Handytelefonate seit dem 1. Juli 2010 maximal gut 46 Cent pro Minute (einschließlich Mehrwertsteuer) betragen darf. Eine SMS darf mit höchstens 13 Cent zu Buche schlagen. Einige Unternehmen bieten Urlaubern aber auch Sommer- oder Holiday-Specials an, die unterhalb der Euro-Tarife liegen. Preisvergleiche können daher der Urlaubskasse gut tun. Sobald die Grenze überschritten ist, erhält man übrigens automatisch per SMS eine Nachricht über die Kosten für Handytelefonate im EU-Reiseland.
Für Gespräche aus Nicht-EU-Staaten gibt es allerdings keine Preisobergrenze. Für ein Gespräch nach Deutschland können deshalb - abhängig von der jeweiligen ausländischen Gesellschaft – mehr oder weniger große Preisdifferenzen entstehen. In einigen Ländern kann man sogar über die Hälfte der Kosten sparen, wenn man sich in das günstigste ausländische Netz einbucht.
Vor dem Reiseantritt empfiehlt es sich daher, beim eigenen Anbieter die Tarife der Netzbetreiber des Urlaubslandes zu erfragen. Über den Menüpunkt: "Manuelle Netzwahl" kann dann am Urlaubsort der preisgünstigste Anbieter ausgewählt und fest eingestellt werden.

