Den edlen Tropfen der Champagne, mitten aus dem Herzen Frankreichs, wussten bereits Künstler wie Goethe und Voltaire oder bekannte Staatsmänner wie Reichskanzler Bismarck und Preußenkönig Wilhelm IV. zu schätzen. Marilyn Monroe soll sogar darin gebadet haben. Der Champagner war schon immer das Modegetränk der Reichen und Schönen und steht bis heute als Symbol für Exklusivität und Luxus. Doch was unterscheidet den Champagner, den wohl berühmtesten, qualitativ hochwertigsten und teuersten Schaumwein von anderen Schaumweinen?
Schaumwein ist der Oberbegriff für schäumende Weine, die beim Öffnen der Flasche einen mehr oder weniger dauerhaften Schaum bilden. Schaumwein wird immer aus einem Jungwein hergestellt, der gerade seine erste Gärung hinter sich hat. Dieser wird aus unterschiedlichen Traubensorten, Lagen und Jahrgängen zu der so genannten „Cuvée“ gemischt, die aus bis zu 50 verschiedenen Weinen bestehen kann. Nach Zusatz von Zucker und Reinhefen wird während der zweiten, langsameren Flaschengärung und -reifung der gewünschte Kohlensäuregehalt erreicht, der Champagner entwickelt kleine Perlen. Beim Champagner dauert die zweite Gärung mindestens zwölf Monate, oft zwei oder drei Jahre. Aus Frankreich brachten dieses Wissen damals wandernde, deutsche Kellermeister nach Deutschland. Zunächst nannte man ihre Erzeugnisse ebenfalls Champagner, doch im Versailler Friedensvertrag wurde beschlossen, dass diese Bezeichnung ausschließlich für Schaumweine aus der Champagne zulässig ist. 1925 wurde der deutsche "Sekt" aus der Taufe gehoben und als gesetzlich geschütztes Warenzeichen deklariert.
Champagner wird nur aus Trauben der Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier und weißer Chardonnay hergestellt, die ausschließlich aus festgelegten Gebieten des Weinanbaugebietes der Champagne stammen. Das Flaschenetikett muss die Bezeichnung "Champagner", die Erzeuger-Nummer und Herstellerangaben wie Haus, Winzer, Winzergenossenschaft tragen. Zudem muss die Geschmacksrichtung und bei Jahrgangs-Champagner das Weinjahr angegeben werden. Die Flaschen dürfen nur mit einem Naturkorken verschlossen werden, der auf der Unterseite den Aufdruck "Champagne“ tragen muss. Um bei der Lagerung seine Qualität möglichst lange zu bewahren sollte der edle Champagner bis zum Verbrauch dunkel und kühl bei einer Temperatur zwischen zehn und fünfzehn Grad Celsius gelagert werden, am besten liegend, damit der Naturkorken umspült und feucht gehalten wird. Diese Schaumweine kann man zwischen fünf und acht Jahren aufbewahren.
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