Schnelle Online-Hilfe für die Erledigung der Hausaufgaben kann teuer werden, wenn die Kinder sich auf harmlos klingenden Webseiten allzu flott nach passenden Beiträgen durchklicken. Nur zu schnell übersehen die Kinder und Jugendlichen bei der Nutzung dieser Webseiten, dass sie mit dem zwingend einzugebenden OK vor der Nutzung der Webinhalte das Einverständnis für das Herunterladen und Einrichten von Anwählprogrammen (Dialern) geben. Das böse Erwachen kommt dann mit der nächsten Telefonrechnung, wie es ein 13-jähriger Schüler aus Auerbach erlebte: 98 € für insgesamt vier Hausaufgaben-Beiträge!
Offensichtlich haben sich etliche Dialer-Betreiber genau die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen ausgesucht, um ihr häufig noch kaum entwickeltes Internet-Sicherheitsbewusstsein schamlos auszunutzen. Sie platzieren kostenpflichtige Anwählprogramme verstärkt auf Webseiten, die naturgemäß von dieser Zielgruppe besonders häufig (auf)gesucht werden. Die Verbraucherschützer fanden Dialer zum Beispiel auf den Seiten www.hausaufgaben.de, www.schulstadt.de oder www.referate.ag. Auch www.naturkatastrophen.de, www.blitze.de und www.erdbeben.de fordern für den Download von Bildern, Referaten und anderen Beiträgen hohe Gebühren. Hingegen finden sich auf der Website www.dialermania.de ausschließlich Links zu kostenlosen Angeboten.
Sachsens Verbraucherschützer empfehlen allen Eltern, deren Kinder zu Hause ins Internet gehen, vorsorglich die Rufnummerngasse 09009 in ihrer Telefonanlage zu sperren oder von ihrem Netzbetreiber sperren zu lassen.
Weitere Tipps enthält auf 3 Seiten die Verbraucherinformation "Mein Kind allein im World Wide Web?", die zum Abholpreis von 1,50 € in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen bereit liegt. Sie ist auch per Fax unter der Abrufnummer 1905-55 3110-181 (ebenfalls 3 Seiten) aus dem deutschen Festnetz für 62 Cent pro Minute erhältlich.
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