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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

27.02.2004
Titel machen Leute
Firma aus Übersee will für viel Geld Ehrendoktorhüte verhökern

Ganz inkognito wendet sich derzeit eine Firma aus Übersee per Fax an die Sachsen, die kein Abitur, keinen Hochschulabschluss und keine Dissertation vorzuweisen haben. Wem die Zeit fehle, ein langwieriges Studium zu absolvieren, um danach auch noch jahrelang eine Dissertation zu schreiben, brauche jetzt nicht mehr auf das „i-Tüpfelchen seiner Karriere“ zu verzichten.
„Lassen Sie sich Ihren Doktor doch einfach ehrenhalber gegen eine kleine Spende verleihen“, ermuntert das Fax in seiner Offerte.

„Lieber nicht“, rät Renate Janeczek von der Verbraucherzentrale Sachsen. Und das aus mehreren Gründen.
So soll die „kleine Spende“ immerhin 3800 Euro betragen. Eingerechnet ist hier schon das Vermittlungs-Honorar für die geheimnisvolle Firma, die in ihrem Fax weder Namen noch Anschrift preisgibt. Nur die Nummer für das Antwort-Fax wird deutlich genannt. „Und hier heißt es aufpassen“, so die Verbraucherschützerin, „denn die angegebene Doppelnull weist auf eine Nummer im Ausland hin und schon das kann kosten“. Außerdem ist es in Deutschland nicht gestattet, solche Titel einfach zu kaufen und sich damit zu dekorieren. Andernfalls macht man sich strafbar.

Zu Recht, denn der Erwerb von Titeln und Anerkennung war schon immer ein mühsames Geschäft. Auch in der Marktwirtschaft kann man eben nicht alles kaufen.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link21409A.html