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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

11.04.2006
Zusatzversicherung für höherwertigen Zahnersatz hat ihren Preis

Versicherungsbedingungen machen es Laien schwer – Verbraucherschützer helfen bei der richtigen Auswahl

Werbung für private Zahnersatzversicherungen flattert in letzter Zeit vielen Sachsen ins Haus. Das Interesse an dieser zusätzlichen Versicherung ist auch groß. Doch die meisten Verbraucher sind verunsichert. Sie können nicht einschätzen, wie wichtig ein solcher Vertrag wirklich ist, wie viel dieser Schutz kostet und auf welche Bedingungen man achten muss.

„Zunächst sollten alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen wissen, dass sie für Zahnersatz derzeit weiterhin Leistungen erhalten“, sagt Andrea Hoffmann, Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Die Verbraucherschützer haben bemerkt, dass viele Menschen fälschlicherweise glauben, es gäbe von der Kasse gar kein Geld mehr. Zuschüsse gibt es von dort schon noch, auch wenn sie nur gering ausfallen. Das meiste Geld bekommen diejenigen, die in ihrem Bonusheft über 10 Jahre regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen nachweisen können. Trotzdem gibt es von der Kasse maximal nur ein paar hundert Euro dazu. Doch die Arztkosten können schnell im vierstelligen Bereich liegen. Wer sich eine höherwertige Versorgung vom Zahnarzt wünscht, so etwa die Anfertigung eines Inlays oder eines aufwändigen Implantats und die finanziellen Mittel nicht aus Ersparnissen aufbringen kann, sollte den Abschluss einer privaten Zusatzversicherung in Erwägung ziehen.

Im nächsten Schritt sind die Bedingungen der Versicherung zu prüfen, um das individuell Passende zu finden. „Insbesondere sollte auf Einschränkungen geachtet werden, wovon es einige gibt“, macht Hoffmann aufmerksam. Generell ist zu prüfen, ob der Versicherer nach der Gebührenordnung für Zahnärzte mindestens eine Erstattung bis zum 3,5-fachen Satz vornimmt und nicht nur bis zum 2,3-fachen Satz.

Wichtig ist ebenso, ob bei Inlays oder Implantaten für die Erstattung Höchstgrenzen festgelegt sind und schließlich ob auch gezahlt wird, wenn im hinteren Seitenzahnbereich behandelt werden muss. Wer sich einen hohen Leistungsumfang sichern will, muss entsprechend tief in die Tasche greifen. Frauen zahlen mehr als Männer und je höher das Eintrittsalter bei Vertragsabschluss ist, umso höher sind auch die Prämien. Eine Frau Anfang Vierzig muss für einen guten Schutz mit einem Monatsbeitrag um die 25 € rechnen.

Wer sich beim Aussuchen günstiger Versicherungsbedingungen und preisgünstiger Angebote helfen lassen möchte, ist bei den sächsischen Verbraucherschützern richtig.
Dazu empfiehlt sich montags bis freitags zwischen 09.00 und 16.00 Uhr eine Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 0180-5-797777 (0,12 €/Min. aus dem deutschen Festnetz)


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link219062A.html