Viele Verbraucher, besonders im Raum Leipzig, Chemnitz und Hoyerswerda, erhalten gegenwärtig Rechnungen der Firma Digital Web Media aus Hamburg zugeschickt. Sie sollen 69,95 € für eine „gebührenpflichtige Serviceleistung“ berappen.
Die Betroffenen können sich aber nicht erinnern, ein so genanntes Abo für einen „Internet Service“ abgeschlossen zu haben. Es ist davon auszugehen, dass sich Dialer-Programme im PC unbemerkt eingeschlichen haben. Dadurch ist Digital Web Media über die Telefonnummer an die Adressen der Verbraucher gelangt.
Die ganze Sache erinnert sehr an ähnliche Fälle der Firmen „Hanseatische Abrechnungssysteme GmbH (HAS) ebenfalls aus Hamburg sowie Hamburger Forderungs-Management GmbH (HFM) aus Hamburg oder München, die auch auf diesem Weg versucht hatten, unberechtigt abzukassieren. Zwischenzeitlich hat die RegTP bei HAS für eine Frankfurter Festnetznummer einen Riegel vorgeschoben. Es liegt allerdings nun die Vermutung nahe, dass man versucht, das von der Regulierungsbehörde ausgesprochene Inkassoverbot zu umgehen, da die HAS keine Rechnungen mehr verschicken darf.
„Betroffene, die eine derartige Leistung nicht in Anspruch genommen haben, sollten also in keinem Fall die Rechnung bezahlen“, rät Marion Schmidt von der Verbraucherzentrale Sachsen. Auch von Mahnschreiben sollte man sich nicht einschüchtern lassen. Zusätzlich kann Strafanzeige bei der nächsten Polizeidienststelle gestellt werden.
Wer Fragen zu Dialern hat, kann sich gern an eine der 13 Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen wenden oder am Verbrauchertelefon unter der Nummer 0900-1-797777 (1,24 €/Min. aus dem deutschen Festnetz) Auskunft erhalten. Am Auskunftstelefon 01805/797777 (0,12 €/Min.) erfährt man die Öffnungszeiten der Beratungsstellen.
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