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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

12.05.2006
Scharfe Sache

Einheimische Freilandradieschen ab Mai auf dem Markt

Radieschen erfreuen sich großer Beliebtheit. Neben den am meisten gefragten roten, runden Exemplaren sind zylindrische zweifarbig rot/weiße und weiße, rübenartige Sorten, so genannte Eiszapfen, auf dem Markt.

Rund 70 % der angebotenen Radieschen stammen aus deutschem Anbau. Im Rekordjahr 2005 wurden immerhin 97.000 t geerntet. Das mit Abstand größte Erzeugungsgebiet liegt in Rheinland-Pfalz. Aber auch in Sachsen werden Radieschen unter Glas und im Freiland angebaut. Die Hauptangebotszeit für Freilandware liegt zwischen Mai und September. „Freilandradieschen sind zwar meist kleiner aber auch schärfer und aromatischer als Treibhausware“, meint Dr. Birgit Brendel, Ernährungsreferentin der Verbraucherzentrale Sachsen.

Radieschen werden gewaschen entweder als Bündel mit Kraut verkauft oder ohne Laub in Folienbeutel verpackt. Die Radieschen guter Qualität müssen frei von Fehlern und dürfen nicht geplatzt sein. Das Laub soll frisch und voll aussehen. Schlaffe oder vergilbte Blätter zeigen Qualitätseinbußen an. Ein wesentliches Frischekriterium ist die Knackigkeit, die mit zunehmender Lagerdauer vergeht. Als häufigster Qualitätsmangel zeigt sich das so genannte Pelzigwerden in Form von schwammigem Gewebe im Inneren der Wurzelknolle. Ursache dafür sind hauptsächlich Umwelteinflüsse, wie Trockenheit und hohe Temperaturen. Die Festigkeit der Radieschen lässt sich mit Fingerdruck gut prüfen.

Radieschen sollten schnell verzehrt werden. Sie können im Gemüsefach des Kühlschrankes ein bis zwei Tage gelagert werden. Zur Vermeidung von Wasserverlusten sollte man das Kraut entfernen und die Radieschen in eine Tüte packen.

Radieschen werden meist einfach roh gegessen. Sie bilden eine appetitanregende Ergänzung zu belegten Schnitten, sind Zutat zu gemischten Salaten oder schmücken als fantasievolle Garnitur „große“ Platten.

Radieschen enthalten viel Kalium und Senföle, die ihren scharfen Geschmack bedingen. Senföle regen die Verdauung an, und daneben wird ihnen eine antibakterielle Wirkung zugeschrieben. Freilandradieschen bilden vergleichsweise mehr Senföle, Vitamine und sammeln mehr Mineralstoffe als Treibhausexemplare, da sie langsamer wachsen.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link226242A.html