„Sommerferien für den Heizkessel - diese Zeit sollte man nicht ungenutzt verstreichen lassen und seine Anlage kritisch unter die Lupe nehmen“, empfiehlt Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen. Wer seine alte Heizung sowieso ausrangieren muss, hat jetzt die Möglichkeit, sich nach Alternativen umzuschauen. Auch wegen der immer weiter steigenden Energiepreise könnte ein anderer Energieträger günstiger sein.
„Solch eine Alternative könnte beispielsweise eine moderne Holzheizung sein, die mit Holzpellets betrieben wird“, sagt der Energieexperte. Holzpellets sind aus Sägemehl gepresste Röllchen von 6-8 mm Durchmesser und ca. 2 cm Länge, die eine vollautomatische Beschickung des Heizkessels erlauben. Damit stehen Pelletheizungen, bezüglich des Komforts, herkömmlichen automatischen Zentralheizungen in nichts nach.
Die Pellets sind genormt und müssen der DIN „Anforderungen an Presslinge aus naturbelassenem Holz“ entsprechen. Holz ist als nachwachsender Rohstoff ökologisch und hat viele Vorteile. Bei der Verbrennung wird nur so viel Kohlendioxid abgegeben, wie das Holz während seiner Lebenszeit aufgenommen hat. Damit wird die Umwelt nicht zusätzlich belastet, wie das bei anderen Energieträgern der Fall ist. Der Aschegehalt beträgt weniger als 1,5%. Die Asche kann z.B. als Dünger Verwendung finden oder über den Müll entsorgt werden. Der Energieinhalt von 2 kg Pellets entspricht etwa dem von einem Liter Heizöl bzw. 1 Kubikmeter Gas. Bei den Kosten schneiden die Pellets wegen der gestiegenen Energiepreise eher günstig ab. Im Jahre 2003 lag die Kilowattstunde bei rund 3,7 Cent, wobei der Preis natürlich von der Abnahmemenge abhängt. Dabei sind auch Abnahmerabatte möglich.
Fazit: Wer eine neue Heizung benötigt, kann bei der Holzpelletheizung nicht nur Geld sparen, sondern leistet auch einen Beitrag zum Schutz der Umwelt. Und nicht zuletzt sollte man wissen, dass auch eine Förderung möglicht ist. Informationen dazu können in einer der Beratungseinrichtungen der Verbraucherzentrale Sachsen eingeholt werden (www.verbraucherzentrale-sachsen.de).
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