Telefonnummern, PIN-Nummern, andere Geheimnummern, Bankleitzahlen, Kontonummern. Alles soll man sich heute merken und wenn es darauf ankommt, sofort parat haben. So auch im Fall des Verlustes von Bank- oder Kreditkarten. Um den möglichen Schaden zu mindern, sollte sofort eine Kartensperrung erfolgen. Die telefonische Sperrung bieten auch Dienstleistungsunternehmen, so zum Beispiel CPP Card Plan Protection (Offenbach) für einen Jahresbeitrag von 20 € und die Card Secure Verwaltungs GmbH (Düsseldorf) für 60 € pro Jahr als besonderen entgeltpflichtigen Service an. Sie werben für ihr Angebot damit, dass mit einem Anruf alles erledigt ist…. , wenn man wiederum deren Rufnummer gerade parat hat.
Doch mit einem Anruf ist auch alles erledigt, wenn man selbst bei Verlust der Bankkarte die zentrale Rufnummer 01805 - 021021 anwählt. Außer den Telefongebühren entstehen einem dann keine weiteren Kosten. Wer zusätzlich eine Kreditkarte sperren lassen will, muss noch einen zweiten Anruf bei der Kartengesellschaft erledigen. Diese beiden Rufnummern kann man sich notiert haben. Man findet sie im Regelfall auch auf den Geldausgabeautomaten. Beide Sperr-Anrufe zusammen kosten nur einen Bruchteil dessen, was die Serviceunternehmen fordern. Gänzlich ohne Kosten erfolgt die Kartensperre direkt vor Ort bei Bank oder Sparkasse.
Unabhängig von den hohen Kosten, sehen die Verbraucherschützer derartige Dienstleistungsangebote auch aus einem anderen Blickwinkel kritisch. Können die Dienstleistungsunternehmen gewährleisten, dass die Sperremeldung unverzüglich und rund um die Uhr an die Bank, Sparkasse oder zentrale Sperrannahmestelle weitergeleitet wird? Es wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass sich der Verbraucher im Verhältnis zu dem Kreditinstitut oder der Kartengesellschaft Fehler und Verzögerungen durch den Serviceanbieter wie eigenes Verschulden zurechnen lassen muss. Das wiederum kann heißen, dass man sich im Schadensfall mit dem Serviceanbieter über dessen Haftung streiten muss.
Wer mehr über den Kartenzahlungsverkehr wissen will, findet Rat und Hilfe bei der Verbraucherzentrale Sachsen.
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