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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

02.07.2004
Kein Grund zur Eile bei Zahnersatzversicherung
Verbraucherschützer sehen vor Oktober keinen Handlungsbedarf

Viele Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen haben Angst, ab 2005 Zahnbrücken, Kronen und Prothesen aus eigener Tasche zahlen zu müssen. Von ihrer eigenen Kasse, von den privaten Versicherungsunternehmen und von Versicherungsvermittlern wird ihnen der baldige Abschluss einer Zahnersatzversicherung angeraten. Dabei wird mitunter der Eindruck erweckt, dass ein späterer Abschluss etwa wegen des Alters verwehrt werden könne oder dass der Versicherungsschutz zum Jahresende teurer wird. Solche Aussagen sind irreführend.

Die gesetzlichen Krankenkassen werden auch ab dem 01.01.2005 Zahnersatz gesetzlich versichern - mit dem einzigen Unterschied, dass das Mitglied dann dafür einen eigenen Beitrag zahlen muss. Dieser soll unter 10 € pro Monat liegen. Der konkrete Beitrag wird spätestens am 30. Oktober 2004 feststehen. Mitversicherte Familienangehörige müssen keinen eigenen Beitrag zahlen. Es besteht die Verpflichtung, jedem Kassenmitglied Versicherungsschutz anzubieten. Wer den Zahnersatz also auch in Zukunft über die gesetzliche Krankenversicherung abgesichert haben möchte, braucht gar nichts zu unternehmen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, Zahnersatzleistungen über einen privaten Versicherer abzudecken. Das kann der private Kooperationspartner der Krankenkasse oder ein frei gewähltes Unternehmen sein. Diese bieten auch höherwertige Leistungen zu entsprechenden Preisen an. Wer sich dafür interessiert, sollte im Herbst verschiedene Angebote miteinander vergleichen. Private Versicherer nehmen vor Antragsannahme im Regelfall eine Gesundheitsprüfung des Antragstellers vor. Zudem richtet sich die Prämie nach dem Eintrittsalter. Die kostenfreie Mitversicherung von Familienmitgliedern gibt es nicht. Und ein späteres Zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist für diesen Leistungsbereich nicht möglich.

Wer über den Abschluss einer privaten Krankenversicherung nachdenkt, sollte das Angebot der Verbraucherzentrale Sachsen zu einem computergestützten Tarifvergleich nutzen. Für 15 € ist diese Beratung in den Beratungseinrichtungen in Leipzig, Dresden, Chemnitz, Torgau, Görlitz und Zwickau möglich.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link22980A.html