Die neuesten Zahlen belegen es: Mehr und mehr Deutsche streben privates Wohneigentum als Bestandteil der privaten Altersvorsorge an und sparen ihre Miete. Soll das eigene Haus gleichzeitig noch Teil der Altersvorsorge sein, müssen schon bei der Auswahl des Hauses grundlegende Dinge beachtet werden. Dabei spielen sowohl die gegenwärtigen als auch die zukünftigen Bedürfnisse der Familie eine Rolle und auch immobilienwirtschaftliche Überlegungen sollten angestellt werden.
Die Zeit der im Haushalt lebenden Kinder ist nach der heutigen Lebenserwartung geringer als die Zeit, die Eltern nach dem Auszug der Kinder allein im Haus leben. Wenn ein Haus also noch im Alter Wohnsitz sein soll, sollte dies schon frühzeitig bedacht werden. Dann sind auch Aspekte des altengerechten Wohnens zu berücksichtigen. Ist nicht auszuschließen, dass sich die Arbeitsstelle ändert und ein Umzug notwendig werden könnte, ist vorsorglich darauf zu achten, dass das Haus vermietet oder ohne Wertverlust verkauft werden kann.
Persönliche Wunschvorstellungen vom Haus treten so in den Hintergrund, möglicherweise stellt sich auch der Kauf einer Eigentumswohnung als sinnvoller heraus. Außerdem sollte daran gedacht werden, dass die kontinuierliche Wertsteigerung von Immobilien nicht mehr für alle Regionen in Deutschland in gleichem Maße zu erwarten ist. In wirtschaftlich schwachen Regionen ist aus heutiger Sicht sogar mit Wertverlusten zu rechnen. Andererseits kann ein größeres Familienhaus mit hohem Marktwert nach Beendigung des Erwerbslebens gegen ein kleineres bzw. günstigeres „eingetauscht“ werden und der Erlös als Altersvorsorge verwandt werden. Es kommt also darauf an, die persönlichen Wünsche an zukünftigen Notwendigkeiten zu orientieren und vernünftig umzusetzen, damit man von den Vorteilen, die Wohneigentum als Altersvorsorge hat, profitieren kann.
Mehr Informationen bietet der Vortrag „Altersvorsorge durch Immobilien“, der am 21. September 2004 um 17.00 Uhr im Haus der Demokratie, Bernhard-Göring-Str. 152 und am 29. September 2004 um 17.00 Uhr im Beratungszentrum der Verbraucherzentrale, Am Brühl 76, Schulungsraum 122 stattfindet. Die Teilnahme ist kostenlos.
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