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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

14.09.2004
Angabe von Nährwerten auf Lebensmitteln:
100 ml Apfelschorle haben 29,2 Kalorien

Stichprobe der Verbraucherzentralen ergab: Nur knapp 31 % der Lebensmittel mit freiwilliger Nährwertangabe

Sechs Verbraucherzentralen untersuchten stichprobenartig rund 1400 Produkte auf die freiwillige Angabe von Nährwerten. Nur knapp 31 % konnten eine freiwillige Kennzeichnung vorweisen. Dabei wurden die Produktgruppen alkoholfreie Getränke, feine Backwaren, Fleisch- und Wurstwaren, Kinderlebensmittel, Chips, Snacks und Fruchjoghurts genauer unter die Lupe genommen.

Die Untersuchung der sächsischen Verbraucherschützer von alkoholfreien Getränken ergab einen positiveren Trend: Über die Hälfte der angebotenen alkoholfreien Getränke eines Supermarktes in Leipzig enthalten freiwillige Angaben über Brennwert (umgangssprachlich: Kalorien), Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate.

Eine grundsätzliche Pflicht für solche Nährwertangaben auf Lebensmitteln besteht nicht, aber einige Hersteller offenbaren den Nährwert ihrer Lebensmittel freiwillig und folgen den Wünschen vieler VerbraucherInnen, die sich gesundheitsbewusst ernähren und dafür Informationen über Lebensmittel brauchen, die sie täglich konsumieren. Diese Angabe ist nur in wenigen Fällen gesetzlich vorgeschrieben, beispielsweise bei Diätlebensmitteln. Die gesetzliche Verankerung einer Pflichtkennzeichnung für jedes Lebensmittel steht deshalb auf der Wunschliste vieler Verbraucher für eine informativere Lebensmittelkennzeichnung weit oben.

Die freiwillige Auskunftsfreudigkeit variiert zwischen den einzelnen Sortimenten recht stark. So erfährt man bei Chips und Snacks (61,9% freiwillige Kennzeichnung), Fruchtjoghurts (57,6%) und alkoholfreien Erfrischungsgetränken (52,8%) relativ oft, wie viel Energie und Nährstoffe in den Produkten stecken. Zurückhaltender wird bei feinen Backwaren (15,7%) und Fleisch- und Wurstwaren (20,8%) informiert. Die Informationsfreudigkeit ist zudem stark herstellerabhängig. Ferner werden insbesondere bei Fleisch- und Wurstwaren bevorzugt Produkte mit niedrigem Fettgehalt freiwillig gekennzeichnet. Kinderlebensmittel nehmen mit 34,7% freiwilliger Kennzeichnung eine Mittelstellung ein, wobei hier die Nährwertangabe oft nur mit der Lupe lesbar ist.

Resümee: Einige Produzenten haben die Wünsche der VerbraucherInnen erkannt und bereits umgesetzt. Bleibt zu wünschen, dass auch die Anderen nacheifern und umfassender informieren.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link23832A.html