Im Herbst haben sie wieder Hochsaison – die grün, gelb, orange, flaschenförmig, rund, turbanartig, glatt oder runzlig aussehenden Kürbisse. Auch wenn sie wegen ihrer Größe und Form eher als Gemüse angesehen werden, zählen sie doch zum Obst, da die Früchte Beeren sind. Aus Asien, Süd- und Nordamerika stammend, finden die Früchte der Kürbisgewächse schon seit Jahrhunderten Anwendung in der Küche und zur Dekoration. Dabei unterscheidet man Sommerkürbisse und Winterkürbisse.
Die charakteristischen gelb-orangefarbenen Riesen- oder Gartenkürbisse werden zu den Winterkürbissen gezählt, da sie im ausgereiften Stadium geerntet werden. Das Fruchtfleisch der bis zu 50 kg schweren Früchte eignet sich besonders für Pürees, Suppen, süße oder herzhafte Kuchen und Gratins. Sie sollten nach der Ernte etwa zwei Wochen bei Zimmertemperatur gelagert werden, damit sie voll ausreifen können und sich die Schale verfestigt. Anschließend lassen sie sich problemlos monatelang kühl und trocken im Keller aufbewahren. Angeschnittene Kürbisse sind allerdings je nach Temperatur nur wenige Tage bis zwei Wochen haltbar. Temperaturen unter 0 C vertragen Kürbisse nicht, da dann das Fruchtfleisch zu faulen beginnt. Deshalb sollten sie auch vor dem ersten Frost geerntet werden.
Im Unterschied zu den Winterkürbissen werden Sommerkürbisse unreif geerntet und können mit Schale als Salat zubereitet, geschmort, mariniert oder gebraten werden. Sie schmecken klein am besten und sollten direkt nach der Ernte genossen werden. Bekanntester Vertreter ist beispielsweise die Zucchini.
Die Kürbisse sind nicht nur lecker, sondern auch kalorienarm (26 kcal/100g), da sie einen Wasseranteil von über 90 Prozent besitzen. Zusätzlich enthalten die Früchte viele Vitamine, beispielsweise Provitamin A, Vitamin C, E, Folsäure und Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Das stärkt die Abwehrkräfte für den kommenden Winter.
Das in olivgrün schimmernde Kürbiskernöl wird aus den Kernen des Ölkürbis gewonnen, der ebenfalls jetzt geerntet wird. Wegen seiner aufwändigen Herstellung ist es sehr teuer. Das nussige, intensive Aroma gibt besonders Salaten eine extra Note, kann aber auch Soßen, Suppen und Süßspeisen verfeinern. Neben einem hohen Anteil an Linolsäure enthält Kürbiskernöl die Vitamine A, C, D, E, Mineralstoffe wie Selen und Kalium und ist deshalb ein ernährungsphysiologisch sehr hochwertiges Öl. Auf keinen Fall darf es stark erhitzt werden, weil es so verbrennt und seinen guten Geschmack verliert.
Für weitere Informationen rund um das Thema Obst und Gemüse, aber auch zu allen anderen Themen der Ernährung stehen die Ernährungsberaterinnen der Verbraucherzentrale Sachsen in einem persönlichen Beratungsgespräch für 2,50 € oder in einer telefonischen Beratung jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag in der Zeit von 10 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 0900-1-797777 für 1,24 €/Min. (aus dem deutschen Festnetz) gern zur Verfügung.
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