Direkt zum Inhalt
  • Seite drucken
  • Seite empfehlen
  • Warenkorb
  • Fragen zum Auftritt?
  • Tipps zur Schriftgrößenänderung

Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

06.10.2004
LIFESTYLE-Konsumentenbefragung durchleuchtet Privatsphäre
Verbraucherzentrale Sachsen rät zur Vorsicht bei den Datensammlern

Briefe der Firma Schober Consumer Information GmbH mit mehrseitigen Fragebögen überfluten seit Tagen wieder einmal die Briefkästen der Verbraucher. Wer die zahlreichen Fragen auf dem fünf Seiten langen Bogen beantwortet, muss zukünftig wohl mit einer Flut von Werbebriefen und -angeboten unterschiedlicher Firmen rechnen. Die Verbraucherzentrale Sachsen rät zur Vorsicht und warnt auch in diesem Fall wieder vor der Weitergabe persönlicher Daten und damit vor einem weiteren Schritt zum gläsernen Verbraucher.

Die LIFESTYLE-Konsumentenbefragung der Firma Schober mit ihrem fast 150 Punkte umfassenden Fragebogen beschert den Verbraucherschützern wieder eine Vielzahl von Anfragen und Beschwerden. Die sehr detaillierten, teilweise intimen Fragen haben allerdings nichts mit anerkannter Marktforschung zu tun. Im Gegensatz zu seriösen Marktforschungsinstituten, die ihre Daten anonym erfassen und verwerten, geht es in der Lifestyle-Konsumentenbefragung ausschließlich um die Erhebung und Verwertung personenbezogener Verbraucherdaten. Schon in den vergangenen Jahren war die Datensammelwut des Unternehmens aufgefallen. Nun lockt es die Angeschriebenen wieder mit der Verlosung eines Camcorders und einer Mini-Hifi-Anlage zur Beantwortung der Fragen.

Bettina Dittrich, Juristin der Verbraucherzentrale: „Wer sich auf die Beantwortung der vielen detaillierten Fragen einlässt, wird durch die Lifestyle-Konsumentenbefragung nicht nur für die Firma Schober zum gläsernen Verbraucher, sondern kann davon ausgehen, dass sämtliche Daten auch personenbezogen ausgewertet und weiter verkauft werden. Betroffene müssen dann unter Umständen über Jahre hinweg mit einer Flut von Werbung im Briefkasten, am Telefon oder auf anderem Wege rechnen.“

Die Verbraucherzentrale Sachsen rät daher, sich nicht von den Gewinnmöglichkeiten locken zu lassen und kritisch zu prüfen, ob persönliche Daten für den Adressenhandel genutzt werden sollen.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link23970A.html