In den letzten Tagen fragen verunsicherte Sachsen bei den Verbraucherschützern verstärkt nach, ob durch die Krise bei dem Karstadt/Quelle-Konzern auch laufende Versicherungsverträge in Gefahr sind. Dies ist nicht der Fall, kann die Verbraucherzentrale Sachsen beruhigen.
Die KarstadtQuelle-Versicherungsgesellschaft ist ein eigenständiges Unternehmen, welches derzeit nicht in finanziellen Nöten ist. Die Gelder der Versicherten dürfen auch in Zukunft nicht zur Sanierung des angeschlagenen Konzerns verwendet werden. Darüber, dass die Verträge mit den Versicherungsnehmern auch langfristig erfüllt werden, hat die staatliche Versicherungsaufsicht, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zu wachen. Wenn sich bei einem Versicherungsunternehmen finanzielle Schwierigkeiten abzeichnen, werden von der Aufsicht unverzüglich Sicherungsmaßnahmen eingeleitet. So lief es auch im vergangenen Jahr, als die Mannheimer Lebensversicherung AG in die Krise geriet. Sie wurde der erste Fall für die 2002 von der Versicherungswirtschaft auf freiwilliger Basis gegründete Auffanggesellschaft für Not leidende Lebensversicherungen.
Sachsens Verbraucherschützer halten jedoch die freiwilligen Lösungen der Versicherungswirtschaft im Lebens- und Krankenversicherungsbereich für noch nicht ausreichend. Sie befürworten deshalb für Insolvenzfälle die Schaffung nationaler Sicherungseinrichtungen auf gesetzlicher Basis. Dabei sehen sie auch die Notwendigkeit der Absicherung im Sachversicherungsbereich.
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