Rüstige Rentner, die das letzte Lebensdrittel genießen und viel unternehmen wollen, gibt es immer mehr. Notwendig ist es dafür, gut vorgesorgt zu haben und ohne „Versorgungslücken“ zu sein. Eine „Versorgungslücke“ ist der Betrag, den man im Alter z.B. zusätzlich zur gesetzlichen Rente braucht, um sein Leben wie gewohnt zu bestreiten. So ist bereits aus heutiger Sicht absehbar, dass die meisten Renten der heute jüngeren Generation nur für das Notwendigste ausreichen werden. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung und der medizinische Fortschritt ermöglicht mittlerweile den meisten Menschen viele gesunde Jahre, in denen man weiter aktiv sein will. Von vielen Menschen hört man aber, dass sie diese „Wette auf ein langes Leben“ nicht eingehen möchten. Dabei ist der Beitrag, den auch die zukünftige Rentnergeneration zu leisten hat, absehbar. Die Versteuerung der Renten ab 1.1.2005, zunehmende Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung sowie ein steigender Eigenanteil bei medizinischer Versorgung vermindern die realen (Renten-)Einkommen nach dem Ende des Erwerbslebens.
Gerade junge Menschen sollten also rechtzeitig damit beginnen, Vermögen aufzubauen. Oftmals ist es dafür nur notwendig, das eigene Konsumverhalten zu überprüfen und sich an einen monatlichen Sparbetrag zu gewöhnen. „Auch kleine Beträge können schon zu stattlichen Summen anwachsen, wenn kontinuierlich gespart wird und der Zinseszinseffekt genutzt wird.“ sagt Franziska Schwer von der Verbraucherzentrale Sachsen.
Wie die individuelle Versorgungslücke im Einzelnen berechnet wird und welche Sparformen für jüngere Personengruppen geeignet sind, dazu berät die Verbraucherzentrale am 12. November 2004 von 9.00 bis 13.00 Uhr in allen 13 Beratungseinrichtungen kostenlos (www.verbraucherzentrale-sachsen.de). Auch in welchen Fällen ein Riester-Produkt ratsam ist und wer überhaupt gefördert wird, sowie zu Fragen zum Wohneigentum werden beraten.
Sparen lässt sich auch beim Telefonieren, wenn man weiß, wo Einsparmöglichkeiten bestehen. Was Preselection ist und ob damit wirklich Einsparungen erreicht werden, kann ebenso im Rahmen einer Sonderberatung erfragt werden.
Möglich ist diese kostenlose Beratung im Rahmen eines bundesweiten Projekts des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
