Ein ganz angenehmer Vorbote der kalten Jahreszeit ist die Martinsgans.
Traditionell wird sie am 11. November, dem Martinstag, gegessen. In der sächsischen Region ist sie als „Luthergans“ bereits am 10. November, dem Geburtstag Martin Luthers auf dem Tisch. Ihren Namen verdankt die Martinsgans einer bekannten Geschichte des Heiligen Martin von Tours, welcher sich aus Bescheidenheit in einem Gänsestall versteckt hielt, als die Stadtbevölkerung ihn zum neuen Bischof ernennen wollte. Daraufhin wurde er von der laut schnatternden Gänseschar verraten.
Für einen leckeren Gänsebraten empfehlen Sachsens Verbraucherschützer Geflügel aus alternativen Haltungsformen. Beim Kauf sollte daher auf die Bezeichnungen „extensive Bodenhaltung“, „Auslaufhaltung“, „bäuerliche Auslaufhaltung“, „bäuerliche Freilandhaltung“ oder „Bio“ geachtet werden.
Dabei handelt es sich um langsam wachsende Rassen, deren Futter mit einem hohen Getreideanteil versehen ist und die während ihrer Aufzucht reichlich Bewegung und Auslauf erfahren. Bei „Bio-“ und „Öko-Gänsen“ handelt es sich um Tiere, die zusätzlich überwiegend Futter aus hofeigenem Öko-Getreide bekommen und bei denen ein vorbeugender Arzneimitteleinsatz verboten ist.
Das Fleisch von Tieren aus Extensivhaltung ist fester, aromatischer und etwas dunkler. Bei der Zubereitung in der Pfanne geht weniger Wasser verloren.
Legt man Wert auf Geflügel aus der Region wird man in Hofläden, Naturkostläden oder auf Wochenmärkten fündig. Dort kann man sich auch genau über Herkunft, Haltung und Fütterung der Tiere erkundigen.
Bezugsadressen von lokalen Geflügelhaltern befinden sich im Anhang zum kostenlosen Downloaden. Diese sind aber auch in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen erhältlich.
Diese Adressen sind auch hilfreich für diejenigen, die eine Weihnachtsgans aus regionaler, extensiver Haltung als Festbraten auftischen wollen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Gänse vorzubestellen.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

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