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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

23.11.2006
Gaspreise bleiben in Leipzig Aufreger Nr. 1

Verbraucherschützer empfehlen, Preiserhöhungen zu widersprechen

Ratsuchende klagen im Leipziger Beratungszentrum der Verbraucherzentrale Sachsen über die erst jüngst bekannt gewordenen drastischen Preiserhöhungen für Erdgas der Stadtwerke Leipzig ab Januar 2007 und wundern sich gleichzeitig, dass ab diesem Zeitraum der Vorlieferant des Versorgers, die Verbundnetz Gas AG Leipzig, die Preise senkt. „Leider sehen sich die Stadtwerke Leipzig nicht veranlasst, ihre angekündigte Preiserhöhung teilweise oder ganz zurückzunehmen“, bedauert Joachim Betz, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Sachsen. „Auch schon vor der jüngsten Erhöhung im Bundesvergleich von mehr als 700 Versorgern gehörten die Leipziger Gaspreise zu den Spitzenreitern und hätten sich damit fast einen Platz im Guinness-Buch der Rekorde verdient“. Nicht zuletzt belegen die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse eines Gutachtens, welches die Landeskartellbehörden in Sachsen und Brandenburg in Auftrag gegeben hatten, dass es für derartige Rekordpreise keine plausible Begründung geben kann. In den vergangenen 15 Jahren waren laut Gutachten keine wesentlichen Unterschiede zwischen Ost und West bezüglich Netzkosten, Gasbezugspreisen, Anzahl der Mitarbeiter und Investitionen erkennbar.

Die sächsischen Verbraucherschützer hatten bereits in einem Verfahren gegen die Stadtwerke Leipzig die Preiserhöhungsklauseln in den Sonderverträgen Bestpreis Gas und Bestpreis Gas 2.0 als unrechtmäßig beanstandet und vom Landgericht Leipzig mit Urteil vom 13.10.2006, Az 10 O 631/06 Recht bekommen. „Auch wenn die Entscheidung noch nicht rechtskräftig ist, müssen wir uns doch sehr wundern, dass sich die jüngst angekündigten Preiserhöhungen wieder auf die gerügten Klauseln stützen“, sagt Betz. Sollten Sachsens Verbraucherschützer den Rechtsstreit gewinnen, kämen erhebliche Rückzahlungen auf die Stadtwerke zu. „Vor diesem Hintergrund ist die geplante Preiserhöhung noch weniger nachvollziehbar, denn sie könnte sich für die Stadtwerke als Bumerang erweisen“, so Betz.

Leipziger Gaskunden sollten den Preiserhöhungen dem Grunde und der Höhe nach widersprechen und die Rechnung entsprechend kürzen, lauten die Empfehlungen der Verbraucherschützer. Das Beratungszentrum Leipzig, Brühl 34 – 38 bietet dazu seine Hilfe an.

Die Verbraucherzentrale Sachsen lädt interessierte Leipziger am 04. Dezember 2006 um 16.00 Uhr zu einem Forum rund um die Problematik der Gaspreiserhöhungen ins Beratungszentrum Leipzig, Brühl 34-38 ein. Eine telefonische Voranmeldung unter der Nr. 0341-2610450 ist wünschenswert.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link271202A.html