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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

28.11.2006
Spenden zur Vorweihnachtszeit

Verbraucherzentrale Sachsen gibt Tipps im Spenden-Wirrwarr

Wie in jedem Jahr bitten auch in diesem Jahr viele Organisationen um eine milde Gabe von spendenwilligen Bürgerinnen und Bürgern in Sachsen. In den Medien wird ebenfalls kräftig die Werbetrommel gerührt, um wieder die Hilfsbereitschaft der Menschen zu wecken. Dabei ist es für Verbraucher oft schwer, zu erkennen, welche Organisation seriös ist und welche nicht.

"Wichtig zu wissen ist, dass Verträge, die an der Haustür zustande gekommen sind, bei ordnungsgemäßer Widerrufsbelehrung innerhalb von 2 Wochen nach Abschluss widerrufen werden können“, sagt Marion Schmidt von der Verbraucherzentrale Sachsen.

„Oftmals geht es aber um eine reine Fördermitgliedschaft in einem Verein. In diesen Fällen gibt es kein Widerrufsrecht“, verdeutlicht die Verbraucherschützerin. Sie rät deshalb, sich bei Spenden niemals unter Druck setzen zu lassen. Eine Spende ist immer freiwillig. Man sollte sich auch vorher überlegen, welche Organisation man unterstützen will und welchen Zweck die Spende haben soll.

Hilfe dabei gibt das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI). Dort erhalten gemeinnützige Einrichtungen, die ihre Gelder transparent verwalten und zum überwiegenden Teil dem angegebenen Zweck zukommen lassen, ein DZI-Spendensiegel. Die aktuelle Liste der Organisationen, die vom DZI dieses Siegel erhalten haben, kann in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen eingesehen werden. Sie ist auch im Internet unter www.dzi.de und dem Link „Spenderberatung“ abrufbar.

Wird Bargeld auf der Straße oder an der Haustür gesammelt, sollte man sich den Sammlerausweis oder die amtliche Erlaubnis zeigen lassen. Nach dem Sächsischen Sammlungsgesetz bedarf das Sammeln von Geldspenden und geldwerten Leistungen der Erlaubnis. Auch sollte man unbedingt prüfen, ob die Sammelbüchse verplombt ist.

Vorsicht auch bei Spenden, die über das Internet gesammelt werden. Hier kann es sich um gefälschte Spendenformulare handeln, wenn diese per E-Mail zugesandt werden. Deshalb sollte man nie Geld auf Konten überweisen, deren Nummer in einer E-Mail genannt wird.
Auch die in der Bundesarbeitsgemeinschaft „Werkstätten für Behinderte“ zusammengeschlossenen Betriebe verkaufen nichts an der Haustür oder am Telefon.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link273702A.html