Verbraucherzentrale Sachsen untersuchte Angebote im Freistaat
Die Verbraucherzentrale Sachsen untersuchte Anfang Februar beispielhaft in 17 Städten des Freistaates Sachsen die Preisangebote regionaler Gasversorger im Vergleich zu dem bundesweiten Anbieter E wie Einfach, zu dem Gaskunden seit kurzem wechseln können. Fazit: Die neue Wechselmöglichkeit belebt den Wettbewerb, es gibt jedoch keinen für alle interessierten Gaskunden gleichermaßen günstigen Preis.
„Der Gaspreis wird in Abhängigkeit von der jeweiligen Region und dem Preisangebot des dort ansässigen Gasanbieters bestimmt“, hat Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen, in seiner Untersuchung festgestellt. So ist beispielsweise im Leipziger Stadtzentrum (PLZ 04109) mit 1534,62 € für 20 000 kWh Jahresverbrauch ein Angebot der Stadtwerke Leipzig zu finden, das günstiger als das des neuen Anbieters ist. Am Stadtrand dagegen haben ein benachbarter Versorger und der bundesweite Anbieter mit 1307,81 € bzw. mit 1330,40 € ebenfalls für 20 000 kWh Jahresverbrauch wesentlich günstigere Preise.
„Es ist also eine Frage des Einzelfalls, ob der neue Anbieter im Gasgeschäft attraktivere Preise in petto hat als der regionale Versorger“, resümiert der Energieexperte. „Gasdatenbanken, die im Internet zu finden sind, können beim Vergleich helfen.“ Ob ein Wechsel jetzt oder erst später möglich ist, hängt von der Laufzeit des Vertrags mit dem bisherigen Versorger sowie der darin vereinbarten Kündigungsfristen ab. Zu diesen Fragen bieten die Beratungseinrichtungen der Verbraucherzentrale Sachsen Unterstützung und Beratung an.
„Wir freuen uns sehr, dass der Wettbewerb auf dem Gasmarkt erste Triebe zeigt“, meint Pause. Insofern sind auch die Ankündigungen zahlreicher sächsischer Versorger, ihre Gaspreise zu senken, ein sicheres Indiz für mehr Bewegung auf dem Gasmarkt. „Mit Preissenkungen nachzuziehen ist dabei weniger ein freundlicher Akt als vielmehr der Zwang zum Schritthalten im Wettbewerb“, ist sich Roland Pause sicher. „Und nicht zuletzt sehen wir hierdurch auch unsere Auffassung bestätigt, dass die von den Versorgern verlangten Preise unangemessen hoch sind.“
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