06.03.2007 Presseinformation der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland Regionale Beratungsstelle Leipzig
„Laut Studien hat Wein eine herzschützende Wirkung, dem Bier hingegen wird ein solcher Effekt nicht nachgesagt,“ meint Dr. Angela Werrmann von der Regionalen Beratungsstelle Leipzig der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland. Woran liegt das? Neben Ausführungen über spezielle Inhaltsstoffe gibt es auch verschiedene Erklärungsversuche: So liege es gar nicht am jeweiligen Getränk, sondern am Lebensstil. Wein oder Bier seien Hinweise für gesundes oder ungesundes Verhalten. Weintrinker gelten als „ernährungsbewusste Genussmenschen“, Biertrinker hingegen eher als „Bratwurst- und Pommes-Typen“.
Einer dänischen Arbeitsgruppe ließ das keine Ruhe und sie wertete 3,5 Millionen Kassenbons zweier Supermarktketten aus. Dabei fand sie klare Muster heraus: Wer Wein kauft, packt mehr Oliven, Obst, Gemüse, Öl, Geflügel, fettarme Milch, Käse und Rindfleisch in seinen Korb. Bierkäufer greifen bevorzugt zu Softdrinks, Wurst, Butter, Margarine, Schweinefleisch, Chips, Brotbelag, Zucker und Fertiggerichten. „Damit wird die Lebensstilthese zwar nicht bewiesen, aber doch erhärtet“, vermutet Dr. Werrmann. Unbestritten ist jedoch, dass der Lebensstil und im Besonderen die Ernährung Einfluss auf die Gesundheit haben. Wenn man bedenkt, dass ein Mensch im Laufe seines Lebens etwa 70 Tonnen Nahrungsmittel zu sich nimmt, ist es doch wichtig, dass zu den richtigen Nahrungsmitteln gegriffen wird, denn Vorsorge fängt beim Speiseplan an.
Dabei stellen sich auch insbesondere Fragen für Menschen mit gesundheitlichen Problemen, wie z.B.:
- Welche Rolle spielt die Ernährung bei verschiedenen Krankheiten?
- Bieten sich Diäten bei bestimmten Krankheitsbildern an?
- Sind Nahrungsergänzungsmittel (z.B. Vitaminpräparate) bei einigen Erkrankungen empfehlenswert?
Die Verbraucherzentrale Sachsen und der Sozialverband VdK Sachsen sind die Träger der Regionalen Beratungsstelle Leipzig der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland.
