Verbraucherzentrale Sachsen gibt Auskunft zu Finanzierungsmöglichkeiten und notwendigen Versicherungen
Immer mehr Kinder schließen die Schule mit Abitur ab. Für viele dieser Schulabgänger ist die Studienaufnahme an einer Hoch- oder Fachschule vorprogrammiert. Doch zunehmend fragen sich Eltern, wie dieser Bildungsweg finanziert werden kann. Die Verbraucherzentrale Sachsen berät junge Leute und deren Eltern über Kreditfinanzierungen, aber auch dazu, welcher Versicherungsschutz benötigt wird. Im Internet gibt es unter www.verbraucherzentrale-sachsen.de das kostenlose Informationsmaterial „Wie finanziere ich mein Studium?“ als Download.
Wenn die Eltern die Kosten für das Studium nicht aufbringen können, BaföG nicht gewährt wird und sich ein Nebenjob nicht finden lässt, muss dennoch der Studienwunsch nicht an den Nagel gehangen werden. Als nächster Schritt sollte geprüft werden, ob eine finanzielle Förderung über ein Stipendium möglich ist. Damit werden nicht nur Hochbegabte gefördert. Häufig geht es den Förderern, bei denen es sich in der Regel um Stiftungen von Kirchen, Gewerkschaften, Parteien oder Firmen handelt, um soziales oder gesellschaftliches Engagement.
Scheidet auch dieser Weg aus, kommt letztlich noch eine Darlehensaufnahme in Betracht. Studienkredite werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), von privaten Banken und Sparkassen angeboten. Die Angebote sollten hinsichtlich der Zinsen, aber auch mit Blick auf die weiteren Modalitäten verglichen werden. Bei dem KfW-Studienkredit liegt der effektive Jahreszins aktuell bei 6,34 Prozent pro Jahr. „Bei den Rückzahlungsmodalitäten sollte darauf geachtet werden, dass diese flexibel sind. Sondertilgungen und Änderungen des Tilgungsplanes sind diesbezüglich wichtige Kriterien“, erörtert Andrea Hoffmann, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. „So können Absolventen auf Ereignisse wie zum Beispiel eine Familiengründung oder den Wechsel in einen besser bezahlten Job durch Senkung oder Erhöhung der Tilgungsrate reagieren“, sagt Hoffmann.
Wichtig für die jungen Leute ist auch der richtige Versicherungsschutz. An erster Stelle stehen dabei die Kranken-, die Privathaftpflicht- und die Berufsunfähigkeitsversicherung. Kranken- und Haftpflichtversicherungsschutz besteht häufig noch über die Eltern, aber auch das sollte in jedem Einzelfall konkret nachgeprüft werden.
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