19.04.2007 / Jede zweite Frau und jeder vierte Mann in Deutschland leiden an Venenerkrankungen
Von schönen Beinen träumen viele Frauen und vielleicht auch Männer. Ein lästiges Übel sind aber oftmals störende Äderchen oder rötliche Flecken – so genannte Besenreiser. Diese kleinsten Adern in der Haut haben sich durch Elastizitätsverlust erweitert und sind mit Blut gefüllt. Ihre Behandlung ist aber eine rein kosmetische Leistung, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird.
„Venenleiden können allerdings noch weiter reichen“, sagt Dr. med. Werrmann von der Beratungsstelle Leipzig der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland. Die Rede ist von schmerzhaft müden und schweren Beinen über Krampfadern, Venenentzündungen, Venenthrombosen bis hin zum gefürchteten offenen Bein. Derzeit leiden in Deutschland jede zweite Frau und jeder vierte Mann an krankhaft veränderten Venen.
Begünstigende Faktoren für Venenleiden können eine angeborene Venenschwäche, Bewegungsmangel, Übergewicht, Alter, Geschlecht, hormonelle Einflüsse, aber auch Alkohol, Nikotin und häufiges Tragen von hochhackigen Schuhen sein.
Mit 320.000 Eingriffen pro Jahr gehören Krampfadern zu den häufigsten Operationen. Menschen mit unbehandelten Krampfadern laufen stets Gefahr, eine Venenentzündung zu bekommen. Auslöser sind oft einfache Dinge wie Stoß, Abschnürung durch enge Kniestrümpfe, zu langes Sitzen, zu langes Sonnenbaden oder ein zu heißes Bad. „Sind nur oberflächliche Venen betroffen, ist die Venenentzündung relativ harmlos und heilt unter gezielter Bewegung, Kompressionsverband sowie schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten rasch ab“, sagt Dr. med. Werrmann. Zur Beurteilung einer akuten Thrombosegefahr gehört jedoch jede Venenentzündung in die Hände eines Arztes.
Zusätzliche Informationen zu diesen oder zu anderen medizinischen, juristischen und psychosozialen Themen des Gesundheitssystems gibt die Beratungsstelle Leipzig der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland. Die Beratungen sind kostenlos.
Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Donnerstag 10-12 Uhr und 13-15 Uhr,
Dienstag 9-12 Uhr und 13-18 Uhr, Freitag 9-12 Uhr.
Termine unter: 0341-337371-0.
leipzig@upd-online.de
Die Verbraucherzentrale Sachsen und der Sozialverband VdK Sachsen sind die Träger der Regionalen Beratungsstelle Leipzig der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland.
