Tipp der Verbraucherzentrale Sachsen: Bei Zweifeln an Kalorien-, Fett- oder Kohlehydratwerten die Lebensmittelüberwachung informieren
Für Diabetiker ist sie äußerst wichtig, die Nährwertangabe auf der Verpackung. Falsche Angaben auf einer Verpackung für „Grüne Klöße“ wurden einem sächsischen Verbraucher zum Verhängnis. Seine Blutzuckerwerte waren plötzlich nicht mehr im „grünen“ Bereich, obwohl er seine Lebensmittel sorgfältig seiner Erkrankung entsprechend ausgewählt und portioniert hatte. „Grundsätzlich gilt“, so Anne-Katrin Wiesemann, Referentin für Lebensmittelrecht bei der Verbraucherzentrale Sachsen, „dass die angegebenen Werte auf der Verpackung stimmen müssen, so dass beispielsweise Diabetiker ihren Essenplan anhand der Angaben auf der Verpackung zusammenstellen können. Toleranzen sind möglich.“
Eine Überprüfung der Nährwerte der „Grünen Klöße“ durch die Lebensmittelüberwachung ergab, dass die Nährwertangaben sehr stark von den tatsächlichen Werten abwichen. Das war nicht mehr tolerabel. Der Hersteller wurde aufgefordert, die Angaben auf der Verpackung künftig zu korrigieren.
Die Verbraucherzentrale Sachsen rät daher Verbrauchern, die vermuten, dass die Nährwertangaben nicht korrekt sind, die zuständige Lebensmittelüberwachung zu informieren.
Die Expertinnen der Verbraucherzentrale geben an der Telefonhotline gern Auskunft zu Nährwertangaben auf Lebensmittelverpackungen oder helfen bei der Suche nach der zuständigen Lebensmittelüberwachung. Unter der Nummer 0180-5-791352 (0,14 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz) können jeweils montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 16 Uhr Fragen zu diesem Thema, aber auch zu anderen Ernährungsthemen gestellt werden.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
