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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

12.06.2007
Dunkles Brot ist nicht immer Vollkornbrot

Verbraucherzentrale Sachsen rät: Genau auf die Zusammensetzung achten und gezielt nach Vollkornbroten fragen

„Zwei Scheiben dunkles Brot“ hören die Ernährungsberater der Verbraucherzentrale Sachsen sehr oft, wenn sie Verbraucher im Rahmen der Ernährungsberatung nach ihrem Verzehr von Getreideprodukten fragen. Verbreitet ist die Meinung, „dunkles“ Brot sei Vollkornbrot, doch das stimmt nicht immer. Oft erhalten Brote durch die Zugabe von Malzerzeugnissen eine dunkle Farbe.

Die häufigsten Brotsorten sind Weizenbrot, Weizenmisch- und Roggenmischbrot und Roggenbrot. Die Namen geben Auskunft darüber, welche Getreideart im Brot überwiegt. Roggenmehl hat eine dunklere Farbe als Weizenmehl. Roggenbrote sehen daher dunkler aus als Weizenbrote.

Für die Farbe des Mehles und den Gehalt an Inhaltsstoffen sind Ausmahlungsgrad und Mehltype des Mehles entscheidend. Je niedriger der Ausmahlungsgrad, desto heller ist die Mehlfarbe. Die Mehltype zeigt an, wie hoch der Gehalt an Mineralstoffen im Mehl ist. Weizenmehl der Type 405 enthält 405 mg Mineralstoffe in 100 g Mehl, während ein Weizenmehl der Type 1600 1600 mg Mineralien in 100 g enthält. Vollkornmehle enthalten alle Kornbestandteile, der Ausmahlungsgrad beträgt somit 100 %.

Vollkornbrote haben im Vergleich zu anderen Broten einen höheren Ballaststoffgehalt und sind reicher an Vitaminen (B-Vitamine, insbesondere Folate) und Mineralstoffen (Eisen, Kalzium). Außerdem ist der Gehalt an Eiweiß höher. Daher sind Vollkornbrote empfehlenswerter als Brote aus niedrig ausgemahlenen Mehlen. Weizenvollkornbrot sieht ebenfalls heller aus als Roggenvollkornbrot. Ernährungsphysiologisch hochwertig sind aber beide Brotsorten. Es kommt also bei der Beurteilung, welches Brot den höheren Ballaststoff-, Mineral- und Vitamingehalt hat, mehr darauf an, wie hoch der Ausmahlungsgrad des verwendetet Mehles ist, weniger auf die Farbe. Verbrauchern, die darauf achten wollen, ist daher zu raten, gezielt nach Vollkornbroten zu fragen oder nach dem Ausmahlungsgrad des verwendeten Mehles (Mehltyp).

Die Expertinnen der Verbraucherzentrale geben an der Telefonhotline gern Auskunft zu Brot- und Mehltypen und deren Nährwerten oder geben Tipps, worauf beim Brotkauf besonders zu achten ist. Unter der Nummer 0180-5-791352 (0,14 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz) können jeweils montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 16 Uhr Fragen zu diesem Thema, aber auch zu anderen Ernährungsthemen gestellt werden.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link327432A.html