Verbraucherzentrale informiert über Amarant
Amarant, zur Familie der Fuchsschwanzgewächse gehörig, gilt als so genanntes Pseudogetreide. Dabei handelt es sich um Körnerfrüchte von Pflanzen, die nicht wie die Getreide zu den Gräsern gehören. Sie sehen zwar aus wie Getreide und ihre Samen werden entsprechend verwendet, sind jedoch keine Getreide.
Amarant ist weltweit verbreitet, wird aber hauptsächlich in Süd- und Mittelamerika angebaut. Inka und Azteken nutzten ihn als Grundnahrungsmittel und verehrten Amarant als heilige Pflanze. Gegenwärtig wird Amarant auch in Europa angebaut.
Während in anderen Kulturkreisen auch die Blätter des Amarant als Gemüse verzehrt werden, findet man Amarant auf dem deutschen Markt fast immer als Korn vor. Naturkostläden, Reformhäuser und einige Drogerien führen Amarant als Korn oder auch gepoppt als Zutat für Müslimischungen oder als Beigabe in Süßspeisen.
„Die Amarantsamen zeichnen sich gegenüber anderen Körnerfrüchten durch ihre günstige Nährstoffzusammensetzung aus“, meint Dr. Birgit Brendel, Ernährungsreferentin der Verbraucherzentrale. Das Korn ist reich an Mineralstoffen und Spurenelementen. Besonders bemerkenswert sind die hohen Eisen-, Magnesium- und Calciumgehalte, die ein Mehrfaches der Gehalte in Roggen oder Weizen betragen. Ein weiterer Aspekt ist der hohe Eiweißanteil und die gute Qualität des Eiweißes. Das Eiweiß des Amarant enthält viele essentielle Aminosäuren. Das sind Eiweißbausteine die der menschliche Körper nicht selbst bilden kann und mit der Nahrung zuführen muss. Auch das Fettsäurespektrum erweist sich mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren als sehr günstig. Amarant ist glutenfrei. Daher eignet er sich für die Ernährung von Zöliakiepatienten.
Der Samen kann als ganzes Korn oder als Mehl verarbeitet werden. Er schmeckt im Müsli oder zu Grütze gekocht als Beilage. Das Mehl eignet sich aufgrund des fehlenden Glutens (Klebereiweiß) nur begrenzt zum Backen. Als Beimischung zu herkömmlichen Brotmehlen ist es jedoch eine wertvolle Ergänzung.
Die Verbraucherzentrale gibt am Ernährungstelefon Auskunft über Amarant und andere Getreide. Unter der Nummer 0180-5-791352 (0,14 € pro Minute) können jeweils montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 16 Uhr Fragen zu diesem Thema, aber auch zu anderen Ernährungsthemen gestellt werden.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
