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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

04.07.2007
Kleines Korn mit viel Inhalt

Verbraucherzentrale Sachsen informiert über Quinoa

Quinoa wird auch als Reismelde oder Peruspinat bezeichnet. Letzteres deutet auf seine Herkunft aus den Kordilleren hin. In den Anden war Quinoa Jahrhunderte lang ein wesentliches Grundnahrungsmittel, bevor es durch die europäischen Getreide verdrängt und mit dem Image des „Arme–Indio–Essens“ versehen wurde.

„Diese Geringschätzung ist völlig unberechtigt, da das Gänsefußgewächs Quinoa reich an wertvollen Inhaltsstoffen ist“, meint Dr. Birgit Brendel, Ernährungsreferentin der Verbraucherzentrale Sachsen. Die kleinen hirseähnlichen Körner des Pseudogetreides enthalten deutlich mehr Eiweiß als Roggen- oder Weizenkörner und sind außerdem auch besonders reich an unentbehrlichen Aminosäuren, das heißt Eiweißbausteinen, die der Körper selbst nicht bilden kann. Bemerkenswert ist auch der Fettgehalt des Quinoakorns. Es enthält in vergleichsweise großen Mengen Linolsäure und Linolensäure, zwei ungesättigte Fettsäuren, die der Körper ebenfalls nicht selbst bilden kann. Diesen Fettsäuren kommt große Bedeutung zu, da der Organismus daraus alle anderen ungesättigten Fettsäuren aufbauen kann. Außerdem erfüllen sie wesentliche Funktionen in der Nerven- und Hirntätigkeit und bei der Bildung von Gewebshormonen. Nicht zu vergessen sind auch die bedeutenden Gehalte an Mineralstoffen, besonders an Kalium, Magnesium und Calcium.

Quinoa ist in Naturkostläden, Reformhäusern und einigen Drogerien erhältlich. Auch die meisten Weltläden führen Quinoa und Quinoaprodukte. „Beim Kauf in Weltläden erwirbt man nicht nur ein hochwertiges Produkt, sondern trägt auch zum fairen Handel mit den Erzeugern in Südamerika bei“, sagt Dr. Birgit Brendel. Quinoa wird zumeist als ganzes Korn angeboten.

Quinoa kann als Beilage wie Reis oder Grütze gegart werden. Das Korn eignet sich auch für Füllungen, Aufläufe oder Süßspeisen. Die Garzeit für Quinoa beträgt etwa 15 Minuten. Quinoa ist glutenfrei und eignet sich daher auch für die Ernährung von Zöliakiebetroffenen.

Die Verbraucherzentrale Sachsen gibt am Ernährungstelefon Auskunft über Quinoa und andere Getreide. Unter der Nummer 0180-5-791352 (0,14 € je angefangene Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk ggf. abweichend) können jeweils montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 16 Uhr Fragen zu diesem Thema, aber auch zu anderen Ernährungsthemen gestellt werden.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link331252A.html