„Anregung“ zur Abschlagserhöhung an Verbraucher durch Dresdner ENSO GmbH
Die ENSO GmbH mit Sitz in Dresden ist vielen Verbrauchern als Lieferant von Gas und Strom bekannt. Nun präsentiert sich der Energieversorger auch als Wetterfrosch und sagt durch die Blume einen schweren Winter vorher: „Wird der Winter 2007/2008 kälter als der vorangegangene, dann werden Ihre Abschläge zur Begleichung der nächsten Erdgas-Rechnung voraussichtlich nicht ausreichen. Mit einer Erhöhung der aktuellen Abschläge können Sie das Risiko einer Nachzahlung verringern“. Mit dieser Empfehlung an seine Kunden versucht der Versorger, diese zur freiwilligen und gewissermaßen vorsorglichen Erhöhung ihrer Abschläge zu bewegen.
In der Tat liegt ein sehr milder Winter hinter uns, so dass die nächste Jahresendabrechnung unter Umständen eine kräftige Nachzahlung bescheren kann. „Das setzt jedoch zum einen voraus, dass der nächste Winter viel kälter wird“, so Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen. Von dem ENSO-Vorschlag, vorsorglich höhere Zahlungen zu leisten, hält sie außerdem nichts. „Wer Nachzahlungen befürchtet, sollte entsprechende Rücklagen etwa auf seinem Sparkonto anlegen, wo das Geld immerhin verzinst wird“, empfiehlt Henschler. Sollten die Vorhersagen der ENSO nicht eintreten, könnte man zudem Mühe haben, etwaige Überzahlung von der ENSO zurückgezahlt zu bekommen. Denn schon bislang ist es Praxis der Versorger, ein Guthaben der Gas- oder Stromkunden auf der Jahresendabrechnung mit den neuen Abschlägen zu verrechnen, anstatt es auszuzahlen.
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