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Zuckerkrankheit – längst keine Alterserkrankung mehr

13.11.2007 / Am 14. November ist Weltdiabetestag

Die Weltgesundheitsorganisation prognostiziert, dass in den nächsten 25 Jahren Diabetes mellitus, die Zuckerkrankheit, weltweit zu einer der häufigsten Ursachen für Behinderung und Tod wird. Der Weltdiabetestag will auf die Erkrankung selbst und auf deren drastische Zunahme aufmerksam machen.

Der Begriff Diabetes mellitus stammt aus dem Griechischen und bedeutet „honigsüßer Durchfluss“. Grund für die Bezeichnung ist, dass der Harn von Betroffenen dieser Erkrankung einen erhöhten Zuckergehalt aufweist. Etwa 95 Prozent der Zuckerkranken sind Typ-2-Diabetiker. Früher hatte der Diabetes Typ 2 den Beinamen Altersdiabetes, weil er eine Erkrankung im mittleren oder fortgeschrittenen Lebensalter war. Heute sind immer häufiger jüngere Menschen betroffen, sogar Kinder und Jugendliche, woran Bewegungsmangel und falsche Ernährung mit Übergewicht einen wesentlichen Anteil haben.

„Wer sein Insulin im Körper durch viele und falsche Kohlenhydrate lockt, wie zum Beispiel mit Weißmehlprodukten, Fertigprodukten, süßen Getränken und sich kaum bewegt, ärgert seine Zellen so, dass sie irgendwann nicht mehr auf das Insulin reagieren“, erklärt Dr. Angela Werrmann von der Beratungsstelle Leipzig der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland. Dadurch kommt der Zucker nicht in die Zellen, sondern schwimmt weiter im Blut. „Die Bauchspeicheldrüse bekommt ständig die Meldung: Zu viel Zucker im Blut, also Insulin produzieren!“ erläutert Dr. Werrmann. Dies führt dazu, dass die Bauchspeicheldrüse irgendwann überarbeitet ist und nicht mehr genügend Insulin produzieren kann. Dann ist der Körper soweit, dass der Betroffene zusätzlich Insulin spritzen muss.
Außerdem kann es durch Diabetes mellitus zu weiteren Erkrankungen mit schwerwiegenden Folgen kommen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung oder Fußamputation. Medikamente, gesunde Ernährung und Sport bilden die drei Säulen der Diabetesbehandlung. Nur durch aktive Mitarbeit des Patienten kann die Therapie erfolgreich sein, denn er muss abnehmen, sich bewegen und gesund ernähren.


Die Verbraucherzentrale Sachsen und der Sozialverband VdK Sachsen sind die Träger der Regionalen Beratungsstelle Leipzig der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland.

Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link365272A.html