Verbraucherzentrale Sachsen rät bei Post von der „Abteilung Versorgerwechsel“ zur Vorsicht
Seit einiger Zeit tauchen sie nun auch in Sachsen auf: rosarote Postkarten von einer „Abteilung Versorgerwechsel“ aus Frankfurt/Main, persönlich adressiert und als wichtige Tarifinformation deklariert. Es soll so der Eindruck erweckt werden, dass dahinter ein Top-Angebot stehe und man nur anzurufen brauche, um den günstigsten Stromanbieter zu erhalten.
„Ganz so einfach ist es nicht“, meint Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen, „denn hinter der Postkarte steckt nicht ein Stromversorger, sondern eine Dienstleistungsfirma, die lediglich Informationen über Stromversorger und deren Strompreise anbieten will.
Wir haben mehrere Anrufe gestartet und dabei erfahren, dass in bestimmten Fällen die Firma ESD Energie Service Deutschland AG selbst als Stromanbieter auftritt und einen Preis offeriert, obwohl andere Angebote günstiger sind“, sagt Pause.
Leider ist auch im Internet kaum etwas über diese Firma zu erfahren. Eines aber scheint offensichtlich zu sein: Mit dem Trick – „Bitte rufen Sie uns an“ – kann sich die Firma unerlaubte und unerwünschte Anrufe bei den Verbrauchern sparen und so doch entsprechendes Interesse wecken. Deshalb empfiehlt Pause, die Postkarten besser gleich in den Papierkorb zu werfen.
Wenn Verbraucher ihren Stromversorger wechseln wollen, sollten sie im Internet entsprechende Suchmaschinen aufsuchen und auf jeden Fall den ausgewählten Stromversorger noch einmal direkt kontaktieren, um sicher zu sein, welches Preismodell in Frage kommt. Wer dabei Hilfe braucht kann gerne die Verbraucherzentrale Sachsen aufsuchen. Unter der Nummer 0180-5-797777 (für 0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk ggf. abweichend) kann man montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr einen Beratungstermin vereinbaren.
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