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Langzeitrisiko

Die Bewertung der langfristigen Risiken durch Pestizidrückstände.

Im Rahmen der Zulassung von Wirkstoffen wird unter anderem die Dosis jedes Stoffes ermittelt, die ein Verbraucher nach dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaft jeden Tag seines Lebens aufnehmen kann, ohne Schaden zu nehmen.

Diese so genannte "Duldbare tägliche Aufnahmemenge" oder auch "Acceptable daily intake" (ADI ) basiert auf Tierversuchen. Im Tierversuch wird die höchste Dosierung ermittelt, die keine gesundheitsbeeinträchtigende Wirkung nach sich zieht. Der erhaltene Wert wird durch einen Sicherheitsfaktor (meist 100) dividiert und ergibt die duldbare tägliche Aufnahmemenge (ADI). Der Sicherheitsfaktor wird eingebaut, um verschiedene Unwägbarkeiten (Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen usw.) abzufangen. Bei dieser Betrachtung werden vor allem langfristige Folgen wie die Krebs erzeugende Wirkung, Mutationen (d.h. genetische Veränderungen) oder eingeschränkte Fruchtbarkeit beachtet.

Bei der Festlegung der Höchstgehalte wird die langfristige Aufnahme von Pestizidwirkstoffen durch den Verbraucher berechnet und mit dem ADI-Wert verglichen. Die langfristige Wirkstoffaufnahme berechnet sich aus dem täglichen Konsum der Lebensmittel und deren Rückstandsbelastung. Diese beiden Faktoren werden multipliziert. In vielen Fällen wird zusätzlich die Verarbeitung der Lebensmittel (Schälen, Kochen, Pürieren etc.) berücksichtigt.

Überschreitungen der duldbaren täglichen Aufnahmemenge (ADI)durch Rückstände kommen äußerst selten vor. Selbst eine kurzzeitige Überschreitung dieses Wertes durch Rückstände in Lebensmitteln zieht laut Link öffnet in neuem FensterBundesinstitut für Risikobewertung (BfR) keine Gefährdung für den Verbraucher nach sich.

Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Katharinenstraße 17, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link436871A.html