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Mehrfachbelastung

Die Bewertung des Risikos von Mehrfachbelastungen mit Pestizidrückständen

Verbraucher werden täglich mit einer Vielzahl von Pestizidrückständen konfrontiert. Bei nahezu jeder Mahlzeit, weitgehend ausgenommen beim Verzehr von Lebensmitteln aus ökologischem Landbau, nimmt man Rückstände von Pestizidwirkstoffen auf (siehe auch Mehrfachrückstände).
Die Mehrfachbelastung mit unterschiedlichen Wirkstoffen wird bisher bei der Festlegung von Höchstgehalte für Pestizidrückstände in Lebensmitteln nicht berücksichtigt. Die Link öffnet in neuem FensterEU-Rückstandshöchstmengen-Verordnung verlangt eine solche Berücksichtigung dann, wenn spezifische Bewertungskonzepte vorliegen. Grundsätzliche Bewertungskonzepte für Mehrfachbelastungen liegen seit vielen Jahren vor. Gleichwohl gibt es eine Reihe von Problemen bei der Bewertung:
  • Die Bestimmung der tatsächlichen menschlichen Aufnahme (Exposition) verschiedener Pestizidwirkstoffe nach Menge und Häufigkeit an einem Tag und/oder über einen längeren Zeitraum ist schwierig bzw. sehr aufwändig.
  • Die Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten der Wirkstoffe ist kaum zu überschauen. (Wenn es in den Lebensmitteln nur 10 unterschiedliche Wirkstoffe geben würde, ergäben sich schon 3.628.800 Kombinationsmöglichkeiten.)
  • Die Wirkmechanismen der Pestizidwirkstoffe sind auf der biochemischen Ebene des Stoffwechsels beim Menschen weitgehend unbekannt.

Trotz dieser offensichtlichen Schwierigkeiten Mehrfachbelastungen vollständig zu bewerten, werden verschiedene Ansätze verfolgt.

Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Katharinenstraße 17, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link437131A.html