Direkt zum Inhalt
  • Seite drucken
  • Seite empfehlen
  • Warenkorb
  • Fragen zum Auftritt?
  • Tipps zur Schriftgrößenänderung

Weitere Beiträge

Beratungsstellen

Ratgeber zum Thema:

Zum Ratgeber-Shop

Aktuelle Ergebnisse der

Stiftung Warentest

Salz in Lebensmitteln

Die größten Salzsünder

Multivitaminsäfte

Saftiger Flop

Tiefkühl-Nudelgerichte

Fertiggerichte besser als ihr Ruf

Empfehlungen

Frisches Obst und Gemüse sind wesentlicher Bestandteil einer gesunden ausgewogenen Ernährung. Sie sind reich an Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen oder sekundären Pflanzenstoffen. Erwachsene sollten deshalb täglich etwa 250 g Obst und rund 400 g Gemüse verzehren. Am besten verteilt sich diese Menge auf fünf Portionen, die Bestandteil der einzelnen Mahlzeiten sind oder sie als Zwischenmahlzeit ergänzen. Gleiches gilt für Kinder, allerdings sind hier die Portionsgrößen altersbedingt kleiner.

Auch wenn Rückstandsbelastungen ein ernstes Problem sind, sind die positiven Wirkungen der Inhaltsstoffe in Obst und Gemüse höher zu bewerten. Gleichwohl muss jede Anstrengung unternommen werden, Lebensmittel so rückstandsarm wie möglich auf den Markt zu bringen. Kiste mit Obst und GemüseZu den einzelnen Obst- und Gemüsearten existieren unter dem Menüpunkt Rückstände so genannte Fruchtartenprofile. Sie geben Aufschluss über die allgemeine Rückstandssituation der jeweiligen Obst- und Gemüsesorte. Es ist jedoch schwierig, aus den Rückstandsdaten konkrete Empfehlungen für die gezielte Auswahl möglichst rückstandsarmer Produkte abzuleiten:


  • Aussagefähige Daten zu Rückständen in einzelnen Früchten und Gemüse liegen immer nur für die Vergangenheit vor. Sie sagen somit nichts über den Rückstandsgehalt eines bestimmten Produktes in einer bestimmten Einkaufsstätte aus.
  • Die Rückstandsdaten der Überwachungsbehörden werden anonymisiert veröffentlicht. Das heißt, Rückschlüsse auf die Qualität der Produkte bestimmter Handelsketten oder Anbauverbände lassen sich daraus nicht ableiten.
  • Die Ergebnisse, die in den Laboren ermittelt werden, werden an Rohware erhoben, also Ware, die weder gewaschen noch geschält oder anders behandelt wurde. Zitrusfrüchte und Bananen werden beispielsweise mit Schale untersucht.

    Was können Sie tun?
    Unsere Tipps helfen Ihnen, sich möglichst rückstandsarm zu ernähren:
    • Essen Sie abwechslungsreich. Viele Gemüsesorten sind kaum oder nur wenig belastet. Vielfalt auf dem Speisezettel verringert nicht nur die Belastungssituation, sondern bietet wertvollere gesundheitsfördernde Pflanzeninhaltstoffe und mehr Genuss.
    • Bevorzugen Sie saisonale und regionales Obst und Gemüse. Pflanzen, die unter optimalen Umweltbedingungen wachsen, sind vitaler und benötigen weniger chemischen Pflanzenschutz.
    • Link öffnet in neuem FensterSaisonkalender finden Sie auf den Webseiten der Verbraucherzentralen. Einheimische Produkte der Saison sind eine umweltschonendere Wahl als Ware, die über weite Strecken, und womöglich per Flugzeug, importiert wird. Manche Produkte müssen bei langen Transportstrecken zusätzlich vor dem Verderb geschützt werden.
    • Obst- und Gemüse aus ökologischem Anbau sind eine gute Wahl. Ökologisch erzeugte Produkte sind weitgehend rückstandsfrei und oft nicht teurer als konventionell angebaute Produkte. Außerdem sind sie heute in vielen Geschäften erhältlich. Ferner ist der Anbau nach den Regeln des ökologischen Landbaus insgesamt umweltschonender.
    • Achten Sie auch auf Ware mit dem QS – Prüfzeichen. Diese Produkte werden häufiger kontrolliert als andere Ware.
    • Waschen Sie Obst und Gemüse in jedem Fall gründlich unter fließendem Wasser. Danach sollte man es gründlich abreiben, am besten z.B. mit einem Mikrofasertuch. Bei weichem Obst ist das schlecht möglich, hier sollte sehr gründlich abgewaschen werden. Ist die Oberfläche rau, kann zusätzlich eine Gemüsebürste benutzt werden. Neben Verunreinigungen lassen sich auch Rückstände dadurch zumindest teilweise entfernen. Das Schälen von Äpfeln und Birnen ist nicht notwendig und nicht empfehlenswert, da damit wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen.
    • Garen kann ebenfalls Rückstände reduzieren. Vielfach werden Pestizidrückstände unter hohen Temperaturen besser abgebaut. Achten Sie dabei aber auf Nährstoff schonendes Garen. Gemüse sollte nur kurz und schnell bei anfänglich hohen und dann niedrigen Temperaturen gedünstet werden.
    • Waschen Sie sich nach dem Schälen von Zitrusfrüchten, Bananen und Mangos die Hände. Sie vermeiden damit die Übertragung von Rückständen von der Schale auf das Fruchtfleisch. Sie können diese Früchte schon vor dem Schälen abwaschen und abreiben, das verringert zusätzlich die mögliche Aufnahme über die Haut.
    • Früchte, die als "unbehandelt" ausgewiesen werden, werden lediglich nach der Ernte nicht mit Schalenbehandlungsmitteln behandelt. Benötigen Sie zur Zubereitung Zitronen- oder Orangenschale, sollten Sie Bioware bevorzugen.
    • Vermeiden Sie es, Bananen mit der Schale in Stücke zu schneiden. Beim Schneiden durch die Schale können Rückstände aus der Schale auf das Fruchtfleisch übertragen werden.
    • Niederländisches Gemüse ist besser als sein Ruf. Viele Gemüse holländischer Herkunft, wie z.B. Tomaten, Paprika, oder Gurken sind rückstandsarm.
    • Essen Kinder besonders oft und gern Gemüsepaprika, sollte bedacht werden, dass türkischer Paprika nach wie vor hohe Rückstandsgehalte aufweist. Waschen Sie Paprika in jedem Fall sehr gründlich und schneiden sie den Blütenansatz großzügig aus.
    • Kartoffeln, die die Kennzeichnung "nach der Ernte behandelt" tragen, sollten Sie vor dem Verzehr schälen.
    • Entfernen Sie bei Salaten die äußeren Blätter, denn die inneren sind rückstandsärmer. Eisbergsalat ist nach bisherigen Untersuchungen weniger belastet als Kopfsalat.
    • Informieren Sie sich über die aktuelle Rückstandssituation bei Obst und Gemüse, um gezielt auswählen zu können. (Link öffnet in neuem FensterPestizidreport NRW, Link öffnet in neuem FensterPestizidreport Sachsen)

      Einen Saisonkalender Obst und Gemüse finden Link öffnet in neuem Fensterhier.

Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Katharinenstraße 17, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link446681A.html