Verbraucherzentrale Sachsen gibt Hygienehinweise zur Eindämmung der Essigfliegen im Haushalt
Trinkt man an einem Sommerabend ein Glas Wein, dann ist der Genuss oft getrübt, da schon wieder eine Essigfliege ins Glas gefallen ist. Greift man in die Obstschale steigt womöglich eine Fliegenwolke auf. Gerade im Spätsommer treten Essigfliegen oft massenhaft auf, da ihr Lebenszyklus temperaturabhängig verläuft und durch große Wärme beschleunigt wird.
„Essigfliegen sind nicht nur lästig, sie sind auch unangenehme Vorratsschädlinge“, meint Dr. Birgit Brendel, Ernährungsreferentin der Verbraucherzentrale. Sie leben auf reifen und gärenden oder faulenden pflanzlichen Materialien, also auf Früchten und Gemüse, Saft, Wein oder Bier und legen darin ihre Eier ab. Kritisch ist der Befall mit Essigfliegen, weil sie wie alle Fliegen buchstäblich überall herum fliegen und krabbeln. Durch ihr Herumschwärmen und vor allem bei der Eiablage verschleppen sie Mikroorganismen und beschleunigen damit Verderb und Fäulnis bei den befallenen Lebensmitteln.
Die Einhaltung einiger Hygieneregeln dämmt die Plagegeister ein. „Obst und Gemüse, das bei niedrigen Temperaturen nicht an Aroma verliert, und angebrochene Getränke lagern am besten im Kühlschrank“, empfiehlt Brendel. Dort sind die Temperaturen für die Vermehrung der Fliegen zu niedrig. Anderes Obst und Gemüse, auch Kompottschüsseln, Suppentöpfe oder Saftkrüge sollten immer abgedeckt werden.
Besonders wichtig ist die häufige und gründliche Entfernung von Obst- und Gemüseabfällen aus der Wohnung: Abfallbehälter werden sonst zur Fliegenzucht. Auch leere Flaschen sollten bei längerer Lagerung besser ausgespült werden, da sich auch in den Neigen Larven entwickeln können.
Zur Bekämpfung bei starkem Befall eignen sich handelsübliche Fliegenfallen. Eigenbaufallen bestehen aus einer Flasche, die mit einem fingerbreit Saft und einem Spritzer Spülmittel gefüllt wird. Die Essigfliegen sinken auf der Oberfläche ein und ertrinken.
Die Verbraucherzentrale gibt am Ernährungstelefon Auskunft zum hygienischen Umgang mit Lebensmitteln. Unter der Nummer 0180-5-791352 (0,14 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk ggf. abweichend) werden jeweils montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 16 Uhr Fragen zu diesem Thema, aber auch zu anderen Ernährungsthemen beantwortet.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

