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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

04.08.2008
Diätlebensmittel unter der Lupe

Zum Abnehmen oft ungeeignet

Sommerzeit ist Badezeit. Nicht selten treten nun am Strand die bei kühleren Temperaturen dezent von der Kleidung verdeckten ungeliebten Hüftpolster ans Tageslicht. Wer in der guten Absicht, Gewicht zu reduzieren, zu Diätlebensmitteln greift, der sollte sich einiger Fallstricke bewusst sein.

Diätlebensmittel müssen nicht per se weniger Kalorien enthalten. Sie sind primär für Personengruppen mit besonderen Ernährungsanforderungen bestimmt wie zum Beispiel für Babys oder Menschen, die an Stoffwechselstörungen leiden. Ein diätetisches Lebensmittel kann sich z.B. lediglich durch einen Kochsalzersatz von einem nicht-diätetischen Lebensmittel unterscheiden.

Der aufmerksame Käufer findet auf der Verpackung die Personengruppe genannt, für die das Lebensmittel kreiert wurde. Weiterhin sind Angaben zu Kohlenhydraten, Fett, Eiweißstoffen und zum physiologischen Brennwert in Kilokalorien und Kilojoule angegeben. „Ein Vergleich von Diätlebensmitteln mit herkömmlichen Lebensmitteln zeigt, dass Diätlebensmittel sogar mehr Kalorien enthalten können als die herkömmlichen“, warnt Uta Viertel, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. So wird z.B. bei einigen Diabetiker-Lebensmitteln Zucker durch Fett ersetzt, wodurch zwar der Kohlenhydratanteil sinkt, der Energiegehalt aber steigt. Häufig tragen gerade die Lebensmittel die Kennzeichnung „Diät“, deren Verzehr zur Gewichtsreduktion ungeeignet ist, z.B. Schokolade oder Kekse.

„Wer abnehmen will, braucht keine besonderen Lebensmittel“, meint Viertel. Drei einfache Regeln können schon beim Abnehmen helfen:
Erstens mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel essen. Also die Saison nutzen und von Obst wie Melonen, Nektarinen oder Pflaumen und von Gemüse wie Gurken, Tomanten und Zucchini reichlich schlemmen.
Zweitens Vollkornprodukte bevorzugen, denn sie enthalten einen höheren Ballaststoffanteil und sorgen damit für eine längere Sättigung.
Drittens reichlich kalorienfreie Getränke zu sich nehmen. Bei heißer Witterung möglichst immer eine Flasche Wasser dabei haben. Erfrischend sind auch kühlschrankkalte Früchte- und Kräutertees. Vorsicht ist bei Eistee geboten, er ist in der Regel gesüßt.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link461411A.html