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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

28.10.2008
Die Rechnung ohne StayFriends gemacht

Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor E-Mail mit möglichen Trojaner-Virus

Erneut geistert eine Welle von E-Mails mit vermutlich virusverseuchten Anhängen durch das Internet. Seit Ende letzter Woche wundern sich unzählige Verbraucher über Post per E-Mail von StayFriends als vermeintlichen Absender. Im Anhang der E-Mail findet man angeblich die detaillierte Rechnung als ZIP-Datei. Selbst die Verbraucherzentrale Sachsen hatte eine solche E-Mail erhalten.

"Die Empfänger der E-Mail sollen wohl von der hohen Rechnungssumme so geschockt werden, dass sie ohne weiteres den Anhang öffnen, um die angebliche Rechnung zu lesen", vermutet Beate Scharf von der Verbraucherzentrale Sachsen.

"Dabei handelt es sich aber nicht um Post von StayFriends – einer Plattform, um alte Freunde wiederzufinden – sondern vermutlich um einen Trojaner-Virus von unbekannten Absendern", erläutert Scharf. "Öffnet man den Anhang, kann es passieren, dass sich auf dem PC des Verbrauchers diese Software installiert und erheblichen Schaden anrichtet. Sie könnte es dem betrügerischen Absender insbesondere ermöglichen, den infizierten PC aus der Ferne zu steuern und als eine Art Basis-Station für seine Zwecke zu missbrauchen." Verbraucher sollten deshalb keinesfalls den Mail-Anhang öffnen. Auch der Check mit einem Virus-Programm hilft nicht in jedem Fall weiter, denn oftmals handelt es sich um ganz neu entwickelte "Schädlinge", die selbst die aktuelle Virus-Software noch nicht immer erkennen kann.

In der Vergangenheit haben bereits unzählige solcher mit seriösen Absendernamen getarnte E-Mails für Verwirrung bei den Verbrauchern gesorgt. So erhielten sie beispielsweise Post von eBay, Quelle, 1&1, Amazon.de, GEZ, IKEA, dem Bundeskriminalamt oder der Bundesagentur für Arbeit. In den meisten Fällen enthielten die Mails verdächtige Datei-Anhänge wie ZIP oder EXE. Die Verbraucherzentrale Sachsen empfiehlt generell, solche verdächtigen Datei-Anhänge nicht voreilig zu öffnen. E-Mails unbekannter oder zweifelhafter Quelle sollten möglichst gar nicht erst geöffnet werden. Im Zweifel können Verbraucher bei dem angeblichen Absender der Mail telefonisch nachfragen. Zudem sollte die Viren-Software regelmäßig auf den aktuellsten Stand gebracht werden.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link510551A.html