Verbraucherzentrale Sachsen: Auf unklare Benachrichtigungskarten nicht reagieren
Jeder freut sich, wenn er ein Paket erhält, besonders in der Vorweihnachtszeit. Die Verbraucherzentrale Sachsen hat aber Informationen über einen Paketdienstleister, der wohl nicht wirklich Pakete verteilt.
"Zunächst denkt man, dass die Benachrichtigungskarte von DHL kommt", vermutet Marion Schmidt von der Verbraucherzentrale Sachsen. So erhielt mancher im Briefkasten einen orangefarbenen Benachrichtigungszettel mit der Aufschrift "Infopost – Ein Service der Deutschen Post" mit der Mitteilung, dass man vergeblich versucht habe, den Verbraucher telefonisch zu erreichen. Der Lieferservice sei gerade in der Nähe gewesen. Eine "freie" Zustellung wollte man beim Nachbarn nicht abgeben, hieß es auf der Benachrichtigungskarte. Als neuer privater Lieferservice könne man sich keine Kundenbeschwerden erlauben. Die Adressaten sollten eine Telefonnummer für 3 Cent pro Minute anrufen, um einen Termin für die Übergabe der Sendung zu vereinbaren.
Nach Auskunft der Verbraucher, sind dann bei einem Anruf alle Leitungen besetzt gewesen und man wurde aufgefordert, auf einem Anrufbeantworter weitere persönliche Daten preiszugeben.
Schmidt empfiehlt deshalb, auf derartige Benachrichtigungskarten nicht zu reagieren. "Letztlich weiß man nicht einmal, wer sich dahinter verbirgt, da keine Adresse angegeben ist."
Wer tatsächlich eine "echte" Benachrichtigungskarte der Deutschen Post erhält, kann diese Sendung auch in der Filiale der Deutschen Post abholen. "Private Dienstleister kommen in der Regel auch noch einmal vorbei", weiß Schmidt.
"Höchste Vorsicht ist immer geboten, wenn persönliche Daten abgefragt werden. Damit sollte man äußerst sparsam umgehen und keinesfalls die Kontonummer nennen", warnt Schmidt.
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