Glühwein und Punsch zur Weihnachtszeit
Weihnachten ist ein Höhepunkt im Jahreskreis. Fest verbunden mit diesem Fest sind familiäre Traditionen beim Essen und Trinken, deren typische Aromen und Düfte jedes Jahr wieder gefangen nehmen. Besonders beliebt in der kalten Advents- und Weihnachtszeit sind Punsch und Glühwein. Diese Heißgetränke haben eine weit zurückreichende Tradition. Gewürzter Wein war im mittelalterlichen Deutschland ein Statussymbol, da die benutzten Gewürze Zimt und Nelken sehr teuer waren. Das ist heute Vergangenheit, trotzdem bestimmt die Qualität der Zutaten Bekömmlichkeit und Aroma des Glühweins. "Der gewählte Rot- oder Weißwein, am besten ein Südwein, sollte auch ungewürzt im Glas bestehen können", empfiehlt Dr. Birgit Brendel, Ernährungsreferentin der Verbraucherzentrale. Alternativ können auch Fruchtweine aus dunklen Früchten als Glühweinbasis dienen. Punsch hingegen stammt ursprünglich aus Indien und besteht original aus Arrak, Zucker, Zitrone, Wasser und Tee. Heute wird er in den verschiedensten Geschmacksrichtungen serviert und statt Arrak werden meist Rum oder Wein und zusätzlich Gewürze oder Früchte und Fruchtsaft hinzugegeben.
Nelken und Zimt verleihen Punsch und Glühwein sein charakteristisches Aroma. Sie verlieren aber bei zu langer und falscher Lagerung erheblich an Würzkraft und sollten deshalb gut verschlossen (Schraubglas), kühl und dunkel gelagert werden. "Empfehlenswert ist der Kauf kleiner Mengen, die in überschaubaren Zeiträumen verbraucht werden", rät Brendel. Das Mindesthaltbarkeitsdatum sagt, bis zum welchem Termin die spezifischen Produkteigenschaften sicher erhalten bleiben, und gibt damit den entscheidenden Hinweis. Ganze Gewürze, wie Zimtstangen bleiben länger haltbar und aromatisch als fein zerkleinerte, wie gemahlener Zimt. Als Faustregel kann gelten, dass nicht original verpackte fein zerkleinerte Gewürze nicht länger als ein halbes Jahr benutzt werden sollten. Würzt man Punsch und Glühwein, dann sollte der geöffnete Behälter nicht über das dampfende Getränk gehalten werden. Die Feuchtigkeit zieht in das Gewürz, und damit steigt das Risiko des Schimmelbefalls. Bei fein zerkleinerten Produkten, wie gemahlenem Zimt oder Ingwer, ist Schimmel mit bloßem Auge nicht zu sehen. Verklumpte Gewürze sollten daher immer vorsorglich entsorgt werden.
Besonders wichtig bei der Zubereitung ist das Einhalten der Kochzeit. Glühwein und Punsch dürfen nicht sieden, da dann der Alkohol verfliegt. Auch zu langes Erhitzen sollte vermieden werden. Dann laufen chemische Reaktionen ab, die den Geschmack verändern. Glühwein bekommt dadurch eine "Kochnote" und der Geschmack wird fade.
Alkoholfreie Punsche lassen sich am besten aus Tee und Fruchtsaft, kombiniert mit Früchten und Gewürzen zubereiten.
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