Verbraucherzentrale Sachsen empfiehlt, Kontodaten nicht anzugeben
Spanisches Lotto, bei dem man zunächst erst einmal eine zweiprozentige Steuer in Höhe des versprochenen Gewinns zahlen sollte, kam den Sachsen schon vor zwei Jahren spanisch vor.
Jetzt versprechen "Loteria primitiva" und "Loteria Nacional", beide mit Sitz in Madrid, erneut Geld – und zwar per E-Mail und in englisch. Während die Loteria Primitiva von 915.810 Euro spricht, kündigt die Loteria Nacional 733.778 Euro an, die angeblich im Jackpot liegen sollen. Auch dieses Mal ist eine spanische Telefonnummer anzurufen. "Außerdem wird Druck gemacht, dass der Gewinn nur bis zu einem bestimmten Termin ausgehändigt werden könne", informiert Marion Schmidt von der Verbraucherzentrale Sachsen.
Ebenfalls wie vor 2 Jahren ist ein Formular mit persönlichen Daten auszufüllen, insbesondere soll die Kontoverbindung eingetragen werden. Außerdem stehen 10 % vom Gewinn einem so genannten Gewinn-Betreuer zu bzw. einer Versicherungsgesellschaft, bei der der Gewinn versichert sein soll. "Achtung", warnt Schmidt, "wer angebliche Steuern für Bearbeitung oder Versicherung zahlt, wird dieses Geld vermutlich nicht wiedersehen."
Schon im Jahr 2007 haben dadurch sächsische Verbraucher mehrere Tausend Euro eingebüßt.
Beim Weitergeben von Daten, vor allem der Kontoverbindung, ist äußerste Vorsicht geboten. Gerade in letzter Zeit wurden Kontodaten häufig missbraucht. Die jetzt Angeschriebenen haben weder in Spanien Lotto gespielt noch pflegen sie Verbindungen zu spanischen Lottogesellschaften.
"Am besten, man versenkt dieses Schreiben im Papierkorb oder löscht es aus seinem E-Mail-Briefkasten", meint Schmidt.
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