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Beratungsstellen

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

11.05.2009
Frühlingsgefühle mit Singlebörsen im Internet

Auch bei Online-Datings im weltweiten Netz nicht überschwänglich reagieren

Singlebörsen zur Partnersuche erfreuen sich im Internet wachsender Beliebtheit. "Aber gerade da sollte man vorsichtig sein, besonders im Umgang mit seinen Daten", empfiehlt Marion Schmidt von der Verbraucherzentrale Sachsen.

Zunächst steht die Frage, ob man einfach nur flirten will oder ernsthaft auf der Suche nach einem Partner ist. Bei einer Kontaktbörse beispielsweise stellt der Anbieter lediglich eine Plattform zur Verfügung, auf der die Nutzer ihre Profile selbst einstellen können. Hier wird vor allem gechattet und geflirtet. Wer daran teilnimmt, ist nicht unbedingt auf der Suche nach einer festen Bindung.

Die gezielte Partnervermittlung geht wesentlich weiter als die Kontaktbörse. Da bekommt der Suchende in der Regel einen umfangreichen Fragebogen zum Ausfüllen. Aufgrund dieser Angaben schickt die Partnervermittlung dann per E-Mail konkrete Vorschläge zu. Eine Internet-Partnervermittlung unterscheidet sich dabei kaum von der traditionellen Partnervermittlung, die einsame Herzen zusammenbringen will. Vor allem jene, die sich zunächst noch ein wenig Anonymität bewahren möchten, greifen zu dieser Möglichkeit.

"Trotzdem sollte vor Auftragserteilung nicht nur die Vertragsgestaltung genau angeschaut werden, sondern auch die Kosten sind wichtig", gibt Schmidt zu bedenken. Da bei Partnervermittlungen mehr Service geboten wird, sind diese auch teurer als Kontaktbörsen, bei denen es meist erst etwas kostet, wenn man tatsächlich Kontakt aufnimmt.

Beim Flirten im Internet kann man sich allerdings nie sicher sein, wer sich hinter einer E-Mail-Adresse verbirgt. In der Freiheit des Internets ist alles möglich. "Deshalb Vorsicht mit der Angabe des vollständigen Namens, einer Adresse oder Telefonnummer", warnt Schmidt. Im Internet werden Spuren hinterlassen, die nachverfolgt werden können und auf diese Weise können eine Vielzahl von privaten Informationen öffentlich gemacht werden.
"Es empfiehlt sich, für Online-Flirt-Aktivitäten eine andere E-Mail-Adresse zu verwenden, und zwar nur für diesen Zweck", meint Schmidt. Gerade im weltweiten Netz wird oft getrickst. Es können z.B. Bilder eingestellt werden, die nicht der Realität entsprechen, oder es werden bewusst falsche Angaben gemacht.
"Wer wirklich auf der Suche nach einem Partner ist, sollte ein gewisses Maß an Ehrlichkeit an den Tag legen, denn spätestens beim ersten Treffen kommt die Wahrheit ans Licht", meint Schmidt.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link565211A.html