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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

25.05.2009
Würzen mit gesalzenen Preisen

Verbraucherzentrale: Teurer ist hier nicht immer besser

Speisesalz ist heute ein vergleichsweise billiges Produkt, das nur wenige Cent kostet. Es besteht unabhängig von seiner Gewinnung zu 97 – 99 % aus Natriumchlorid. Das meiste auf dem Markt befindliche Salz wird im Untertageabbau gewonnen und als Steinsalz bezeichnet. "Häufig ist Speisesalz mit Jod, Fluor oder Folsäure angereichert, um die Versorgung mit diesen Mikronährstoffen zu verbessern", informiert Dr. Birgit Brendel von der Verbraucherzentrale Sachsen. Diese Anreicherungen sind in der Verkehrsbezeichnung und in der Zutatenliste zu vermerken. Damit Salz rieselfähig bleibt, das heißt nicht verklumpt, können bestimmte Zusätze wie Kalziumcarbonat beigemischt werden. Auch diese Angaben sind im Zutatenverzeichnis zu finden.

Meersalz wird in Salzgärten durch Verdunstung gewonnen. Darunter sticht das "fleur de sel" die "Salzblume" hervor, ein handgeschöpftes Meersalz, das aufgrund seiner Herstellung eine "knusprige" Konsistenz aufweist. Seine Gewinnung macht es recht teuer. Gesundheitliche Vorteile gegenüber Steinsalz hat es nicht.

So genanntes Himalayasalz wirbt mit wahren Wunderversprechungen, was die Heilungsaussichten bei verschiedensten Krankheiten betrifft. Angeblich unterscheidet es sich gravierend von "normalem" Kochsalz und soll "84 Elemente enthalten". Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit prüfte so beworbene Salze und fand heraus, dass es gleichfalls zu 98 % aus Natriumchlorid besteht. Es enthält in den verbleibenden 2 % Mengenanteil Spuren von etwa 10 Mineralien. "Bei einem üblichen Salzverzehr liefert Himalayasalz, ausgenommen natürlich Natrium und Chlorid, keinen nennenswerten Beitrag zur Mineralstoffversorgung", meint Brendel. Zu bedenken ist auch, dass es aus den gleichen geologischen Entstehungsprozessen stammt wie das europäische Steinsalz und in pakistanischen Salzbergwerken gewonnen wird.

Natrium und Chlorid sind für die Zusammensetzung der Körperflüssigkeiten und die Regulierung des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes essentiell. Eine Speisesalzzufuhr von etwa 6 g täglich, das ist ca. ein Teelöffel, ist für gesunde Erwachsene ausreichend. Die tatsächliche Salzzufuhr liegt aber darüber. Mit Brot und Backwaren sowie Fleischerzeugnissen wird das meiste Salz aufgenommen.

Die Verbraucherzentrale gibt am Ernährungstelefon Auskunft zu Salz in der Ernährung. Unter der Nummer 0180-5-791352 (0,14 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk ggf. abweichend) werden jeweils montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 16 Uhr Fragen zu diesem Thema, aber auch zu anderen Ernährungsthemen beantwortet.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen e.V., Brühl 34-38, 04109 Leipzig
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/link570191A.html