Die Verbraucherzentrale Sachsen rät zu bewusster Lebensmittelauswahl und kühlem Lagern
Zur warmen Jahreszeit zieht es viele Menschen an Badeseen und in die Stadtparks. Wenn nach dem Schwimmen, Spielen und Sporttreiben der Hunger kommt, können Bakterien in den mitgenommenen Lebensmitteln schnell die Sommerfreuden verderben. "Einzelne Keime können schon bei der Herstellung in die Lebensmittel gelangen. Diese vermehren sich bei sommerlichen Temperaturen besonders gut, so dass das Risiko, eine gesundheitsgefährdende Menge an Keimen aufzunehmen, steigt", sagt Jens Luther von der Verbraucherzentrale Sachsen. Dabei ist zu beachten, das einige Lebensmittel, wie Mayonnaisesalate, Sahnetorten und Tiramisu oder auch gemischte Salate mit Ei, Käse oder Hühnchen, den Bakterien besonders gute Lebensbedingungen bieten.
Mit einigen kleinen Tricks können die Gefahren allerdings weitgehend gesenkt werden. Bei der Lebensmittelauswahl für ein Picknick ist der Verzicht auf aufgeschlagene Sahne und rohes Ei als Zutat ein wesentlicher Beitrag, die Gefahren zu senken. Zudem kann die Zubereitung von belegten Scheiben Brot oder Brötchen bzw. das Mischen eines Salates kurz vor dem Verzehr erfolgen, wenn die einzelnen Zutaten separat transportiert werden.
Neben der bewussten Lebensmittelauswahl und deren Zubereitung gilt die kühle Aufbewahrung als Schlüssel für einen unbeschwerten Genuss. Die Einhaltung kühler Lagertemperaturen ist oft die einzige Möglichkeit, Lebensmittel beim sommerlichen Ausflug vor dem Verderb zu schützen. "Picknickkörbe sehen da eher schön aus, bieten aber oft nicht die Kühlmöglichkeiten einer Kühlbox", sagt Jens Luther
Nicht zu empfehlen ist das Kühlen in Badegewässern oder das teilweise Eingraben der Lebensmittel. Im Wasser und im Boden befindliche Bakterien kommen so sehr viel leichter mit dem Lebensmittel in Kontakt, was das Erkrankungsrisiko unnötig erhöht. Empfehlenswert ist zusätzlich das Mitnehmen von Hygienetüchern, um so fehlende Reinigungsmöglichkeiten zu ersetzen.
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