Klimageräte sind nicht erste Wahl
Während der so genannten Hundstage wird uns die Sonne noch einmal richtig einheizen. Wenn die Luft steht, der Schweiß treibt und die Konzentration stark beansprucht wird, sehnen sich viele nach kurzfristiger und dauerhafter Abkühlung in der eigenen Wohnung. Da der Ventilator zwar eine empfundene Kühlung verschafft, die Raumtemperatur aber nicht senkt, stellt sich die Frage, ob die Anschaffung eines Klimagerätes lohnt. Es ist zu klären, welche Alternativen der Temperierung es gibt, wie die Kühllast eines Raumes berechnet wird und wie hoch jeweils Aufwand und Kosten sind. "Da die Antwort auf derlei Fragen schwer pauschal ausfallen kann, empfiehlt die Verbraucherzentrale Sachsen Ratsuchenden ihre anbieterunabhängige Energieberatung", sagt Juliane Dorn, Koordinatorin des Energieprojektes der Verbraucherzentrale Sachsen. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-0410310 sind die Energie-Experten dienstags, mittwochs und donnerstags von 9-12 und 13-16 Uhr zu erreichen.
Prinzipiell gilt, dass Raumklimageräte für den Privatnutzer in keinem günstigen Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen. Während bauliche Maßnahmen des Wärmeschutzes mit einmaligen Ausgaben verbunden sind, muss man bei der Anschaffung eines Raumkühlers bedenken, dass zur Kostenrechnung nicht nur der Kaufpreis gehört, sondern ebenfalls die Entgelte für Installation und Befestigung, gelegentlich anfallende Wartungskosten sowie die permanent anfallenden Stromkosten, eingerechnet eines meist hohen Stand-by-Verbrauches. So kann ein Klimagerät in einem heißen Sommer so viel Strom verbrauchen wie ein Kühlschrank im ganzen Jahr.
Die Energieberater der Verbraucherzentrale können die im Kontext von Energieeffizienz und Energieeinsparung als sinnvoller zu betrachtenden vorbeugenden Maßnahmen des Wärmeschutzes erläutern, wie z.B. eine angemessene Beschattung von Fensterflächen. Dazu gehören auch Tipps für einfache aber effektive Kühlung der Wohnräume. Hier wird geraten, die Fenster während der Tageshitze geschlossen zu halten, nachts und morgens aber gut quer zu lüften. In jedem Fall sollte die gesamte Wohnsituation des Einzelnen in Betracht gezogen sein, um eine angemessene und individuell passende Lösung zu finden.
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