Verbraucherzentrale Sachsen bietet Geldanlageordner mit wichtigen Produktinformationen und Hilfsmitteln an
Viele Verbraucher stellen derzeit fest, dass sich die Geldanlageberatung bei Banken und Sparkassen trotz der Finanzmarktkrise nicht verbessert hat. So teilte jüngst auch ein Kunde einer deutschen Großbank der Verbraucherzentrale Sachsen dazu nach Beratungen bei diesem Institut mit: "Offensichtlich will die Bank sich auf Kosten der Kleinanleger aus ihrer gegenwärtigen Verlustsituation heraus manövrieren." Stein des Anstoßes waren nicht nur Aussagen zu einem so genannten Schatzbrief und einer Stufenzins-Anleihe, sondern auch die Einführung einer erfolgsabhängigen Managementvergütung, der so genannten Performance Fee.
Die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Geldanlageberatung der Kreditinstitute haben in den letzten 12 Monaten stark gelitten. Dabei hatten die Kreditinstitute seit Jahresanfang die Chance, die Zweifel ihrer Kunden auszuräumen. "Spätestens nach Bekanntwerden der Verkaufsmethoden bei Lehman-Brothers-Zertifikaten dürfte keinem Banker entgangen sein, dass die Verbraucher endlich ehrliche Informationen über die Produkte erwarten", sagt Andrea Hoffmann, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. "Insbesondere wollen sie verständlich über Risiken und anfallende Kosten informiert werden." Einige Geldhäuser setzen jedoch offensichtlich weiterhin andere Prämissen.
Deshalb bietet die Verbraucherzentrale Sachsen auch in der Zukunft verstärkt eine anbieterunabhängige Anlageberatung zu einem moderaten Entgelt (30 €/Stunde) an. Ab sofort erhält der Ratsuchende zu diesen individuellen Beratungen einen persönlichen Geldanlageordner, den er mit nach Hause nehmen kann. Dieser dient nicht nur dazu, seine Vertragsunterlagen übersichtlich einzuordnen, sondern vermittelt auch wichtiges Wissen. So enthält er unter anderem Tipps im Umgang mit Vermittlern und Verkäufern, wichtige Kurzinformationen zu häufig angebotenen Produkten und eine Checkliste nebst Beratungsprotokoll für das Gespräch bei Banken und Sparkassen. Die Erstellung dieses Geldanlageordners wurde im Rahmen eines bundesweiten Projektes vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanziell gefördert.
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