Verbraucherzentrale Sachsen gibt Rat zu grünen Geldanlagen
Grüne Geldanlagen verlassen ihr Nischendasein und werden zu einem ernstzunehmenden Trend, der auch für Anleger interessant ist. Letztlich hat der Klimawandel sowohl das Verständnis, als auch die Suche nach Lösungsmöglichkeiten erhöht. Denn immer mehr Menschen wird bewusst, dass die gewohnte Art zu wirtschaften und Energie zu nutzen mit Folgen verbunden ist, die nicht ewig hinnehmbar sind. Alternative Formen der Energieerzeugung wie Wind- und Wasserkraft, Solarmodule und Erdwärme sind wie andere Beispiele Beleg dafür, dass ein Weg eingeschlagen wurde, der unumkehrbar, notwendig und langfristig lohnend sein wird. Viele Projekte, Firmen und Ideen in diesen Bereichen benötigen dafür große Finanzmittel. Und die können auch von Verbrauchern kommen.
"Grüne Geldanlagen zeichnen sich dadurch aus, dass neben den bekannten Anlagekriterien wie Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit noch das der speziellen Mittelverwendung hinzukommt", erklärt Jens Dietrich, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Sachsen. Grünes Geld investiert ausschließlich in ökologisch saubere Anlagen. Die Nutzung erneuerbarer Energien ist dafür ein Beispiel. Diese Geldanlagen stehen jedem offen, nicht nur den ökologisch Interessierten. Denn auch Geld der Marke "grün" wird in denselben Formen präsentiert wie die anderen auch: Aktien, Fonds, Lebensversicherungen, Riester-Renten, Projektbeteiligungen, aber auch Sparbücher oder Festgelder. Die Renditen können sich durchaus sehen lassen und brauchen den Vergleich mit klassischen Geldanlagen nicht zu scheuen. Da alternative Energien und Umwelttechniken weltweit ein nachhaltiger Wachstumstrend sind, wird die Rendite-Sonne auch weiter scheinen. "Aber, zeitweilige Rückschläge und Verluste sowie typische Risiken aus der Anlageform selbst, sind immer möglich und müssen einkalkuliert werden", warnt Dietrich.
"Verbraucher sollten bei Geldanlagen generell kritisch bleiben und auf jeden Fall nicht wahllos kaufen", rät der Finanzfachmann. Die Auswahl gestaltet sich jedoch nicht immer einfach. Dabei kann sich der interessierte Verbraucher an bestimmten Kriterien orientieren. So könnte beispielsweise das Betreiben ökologischer Landwirtschaft ein positiver, oder der Einsatz grüner Gentechnik ein negativer Prüfstein sein.
Bei Fragen zu Grünen Geldanlagen können Interessierte auch das Beratungstelefon der Verbraucherzentrale Sachsen unter der Telefon-Nummer 0900–1–79 7777 (1,24 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise ggf. abweichend) immer montags, mittwochs und donnerstags von 9–12 Uhr und 13–16 Uhr anrufen.
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